Blockade in der Ferrata

Einsatz am Hoachwool-Klettersteig: Familie aus Bergnot gerettet

Am Hoachwool-Klettersteig bei Meran ist am 03. April 2026 eine Familie aus Deutschland in Schwierigkeiten geraten. Zwei Personen kamen im Steig nicht mehr weiter, später auch der Vater. Die Bergrettung brachte alle Beteiligten am Abend sicher ins Tal.

Die Bergrettung Meran im Einsatz am Hoachwool-Klettersteig.
© Bergrettung Meran

Notruf aus dem Klettersteig: Familie erschöpft

Eine Familie aus Erfurt stieg am 03. April 2026 gegen Mittag in den Hoachwool-Klettersteig oberhalb von Meran ein. Am sogenannten "Bankl", etwa auf halber Strecke, kamen die Mutter und ihr Sohn nicht mehr weiter und setzten gegen 18 Uhr einen Notruf ab. Der Vater war zu diesem Zeitpunkt weitergestiegen, da er das Ende des Steigs in der Nähe vermutete.

Als die Bergretter bei den beiden eintrafen, meldete sich auch der Vater: Er war inzwischen erschöpft und konnte nicht mehr selbstständig weitergehen. Zwei Einsatzkräfte stiegen zu ihm auf, sicherten ihn und begleiteten ihn bis zum Ausstieg. Von dort wurde er ins Tal gebracht. Mutter und Sohn wurden von weiteren Bergrettern sicher nach unten geführt. Gegen 21:30 Uhr war der Einsatz beendet. Alle Beteiligten blieben unverletzt.

Hoachwool-Klettersteig: Lang und nicht zu unterschätzen

Der Hoachwool-Klettersteig überwindet rund 630 Höhenmeter, die reine Kletterzeit liegt bei etwa 4,5 Stunden. Während der Einstieg vergleichsweise leicht ist, folgen im oberen Teil mehrere steile Vertikalpassagen bis Schwierigkeit D, in einer Variante sogar E/F. 

Gerade diese Kombination aus einfachem Zugang und zunehmender Schwierigkeit verleitet immer wieder auch weniger erfahrene Klettersteiggeher zum Einstieg. Hinzu kommen die südwestseitige Exposition und die damit verbundene Hitzeentwicklung.

Die Bergrettung Meran weist in ihrer Mitteilung darauf hin, wie wichtig eine gute Vorbereitung ist – insbesondere, sich vorab über Länge und Anforderungen der Tour zu informieren. Häufige Gründe für Einsätze seien Erschöpfung und zu wenig Flüssigkeit.

0 Kommentare

Kommentar schreiben