Serienalarm am Hausberg der Bergrettung Grödig

Jugendliche am Untersberg in Not: Vierter Einsatz in zwei Wochen

Drei einheimische 16-Jährige stecken am 13. April 2026 bei Einbruch der Dunkelheit am Untersberg auf rund 750 m in steilem Schrofengelände fest. Es ist der vierte Rettungseinsatz der Bergrettung Grödig am Untersberg innerhalb von zwei April-Wochen.

Hat der Tage viel zu Tun: Die Bergrettung Grödig im Einsatz
© Bergrettung Grödig

Vierter Einsatz am Untersberg in zwei Wochen – das steckt dahinter

Am Untersberg wurde in den ersten zwei Aprilwochen 2026 viermal die Bergrettung Grödig alarmiert. Der jüngste Fall: Sonntagnacht, 13. April 2026. Drei 16-jährige Einheimische gerieten im Bereich des Kienbergkopfes in steiles Schrofengelände auf rund 750 m Seehöhe und konnten weder auf- noch absteigen.

Einer der Jugendlichen setzte gegen Abend den Notruf ab. Die Bergrettung Grödig rückte mit zehn Einsatzkräften aus und barg das Trio terrestrisch, also ohne Hubschrauberbergung am Tau. Gegen 23:30 Uhr waren alle drei sicher im Tal. Der Polizeihubschrauber begleitete die Rettung und leuchtete die Einsatzstelle aus.

<p>Zehn Einsatzkräften waren am Sonntagabend im Einsatz. Lichtunterstüzung kam außerdem vom Polizeihubschrauber.</p>

Zehn Einsatzkräften waren am Sonntagabend im Einsatz. Lichtunterstüzung kam außerdem vom Polizeihubschrauber.

© Bergrettung Grödig

Vierter Einsatz innerhalb weniger Tage

Der Einsatz reiht sich ein in eine Serie von Rettungen am Untersberg. Den Anfang machte eine Studentin aus China. Sie musste am 05. April 2026 unterhalb der "Frauenwände" auf rund 1200 m aus dem Schnee gerettet werden.

Einsatzkräfte hatten zwei junge Touristen am 09. April 2026 gerettet. Die Männer waren in Sommerkleidung am gesperrten Dopplersteig unterwegs und blieben im Schnee stecken. Ein Polizeihubschrauber barg sie per Tau aus rund 1400 m Höhe.

Am selben Sonntagnachmittag 13. April war ein Wanderer von den winterlichen Verhältnissen am Berg überrascht worden. Der 42-jährige kam im tiefen Schnee vom Weg ab und musste unterkühlt via Hubschrauber gerettet werden. 

Eindringliche Warnung der Bergrettung Grödig

Die Bergrettung warnt angesichts mehrerer ähnlicher Einsätze eindringlich vor den aktuellen Bedingungen am Untersberg. Während im Tal bereits Frühling herrscht, finden sich am Berg vielerorts noch hochwinterliche Verhältnisse – insbesondere in schattenseitigen Passagen und auf nordseitigen Steigen.

Notwendig in der Übergangsphase von Winter zu Sommer sind realistische Tourenplanung (inklusive Infos zu aktuellen Verhältnissen), angepasste Ausrüstung (z. B. Grödel, warme Kleidung) sowie die Fähigkeit, bei schwierigen Bedingungen früh umzukehren. Wege und Markierungen können noch unter Schnee liegen, als Orientierungshilfe sind digitale Karten mit heruntergeladenem GPS-Track hilfreich. Umgekehrt kann es jedoch höchst gefährlich sein, einem solchen Track stur nachzulaufen.

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