Dramatische Suche in Oberösterreich: Wanderin aus Bach gerettet
Die Wanderin war laut Polizei gegen 8:40 Uhr aufgebrochen, um den Heindlbodensteig von Osten in Richtung Brunnental bei Steyrling zu begehen. Nachdem sie nicht nach Hause zurückkehrte und auch telefonisch nicht erreichbar war, alarmierte der Ehemann schließlich die Rettungskräfte.
Daraufhin wurden mehrere Polizeistreifen, die Alpinpolizei sowie elf Kräfte der Bergrettung zum Einstieg des Steigs entsandt. Die Suche erfolgte in drei Gruppen, erschwert wurde sie durch schlechte Funk- und Mobilfunkverbindungen im Gelände. Zusätzlich kamen die Flugpolizei "Libelle Quebec" und eine Polizeidrohne zum Einsatz.
Gegen 20 Uhr entdeckte ein Suchtrupp die Frau kurz vor dem westlichen Ende des Heindlbodensteigs schwer verletzt in einem Bachbett. Die Position konnte über die Flugpolizei an die Einsatzleitung weitergegeben werden. Nachdem eine Polizeistreife über eine Forststraße bis zum letztmöglichen Punkt vorgerückt war, gelang es, eine Funkverbindung zum Suchtrupp herzustellen.
Wegen des Gesundheitszustands der Frau wurde der Notarzthubschrauber "Christophorus 14" angefordert. Die Wanderin wurde mittels Winde geborgen und anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert. Zu den genauen Umständen, die zu dem Unfall führten, lagen zum Zeitpunkt der polizeilichen Presseaussendung noch keine Angaben vor; eine Befragung war zunächst nicht möglich.
Heindlbodensteig: Anspruchsvolle alpine Wanderung bei Hinterstoder
Der Heindlbodensteig führt durch die Weißenbachklamm und verbindet die Steyrbrücke bei Hinterstoder mit dem Brunnental in Richtung Steyrling. Der Alpenverein Oberösterreich beschreibt die Bergtour als mittelschwer, lang und abschnittsweise steil. Erforderlich sind Trittsicherheit; einzelne Passagen sind mit Seilsicherungen und Leitern ausgestattet. Die Route verläuft teils in unmittelbarer Nähe eines Bachlaufs und weist wechselndes Auf und Ab durch das schluchtartigem Gelände.

1 Kommentar
Kommentar schreibenLiebes Alpin Team,
Euer Artikel über die Rettung der Wanderin am Heindlbödensteig gibt die Geschehnisse des Einsatzes sachlich und nüchtern wieder, was ich persönlich wirklich toll finde.
Mir ist nur im letzten Absatz aufgefallen, dass nicht auf die Sperre des Steigs hingewiesen wird.
Die Sperre ist leider online auch nirgends zu finden. Beim Parkplatz wird aber durch Schilder darauf hingewiesen.
Lg