Erneuter Pächterwechsel

Rotwandhaus startet mit neuem Pächter in die Wandersaison

Nach zwei Pächterwechseln und Trinkwasser-Problemen soll das viel besuchte Rotwandhaus im Mangfallgebirge pünktlich zum Saisonstart wieder vollständig geöffnet sein. "Aktuell laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, um das Rotwandhaus möglichst bereits zu Pfingsten wieder für alle Gäste öffnen zu können", teilte die Sektion Turner-Alpen-Kränzchen München des Deutschen Alpenvereins (DAV) mit. Vom 18. bis 22. Mai ist das Haus für die Vorbereitungen geschlossen.

Das Rotwandhaus. Beliebte DAV-Hütte mit Ausblick.
© picture alliance / imageBROKER / Mara Brandl

Neuer Pächter mit umfangreiche Erfahrung aus der Gastronomie

Der neue Pächter für das Rotwandhaus, Dominik Schumacher, übernehme die Aufgabe in der Hütte oberhalb des Spitzingsees zum 1. Juni. Der 36-jährige gelernte Koch bringe unter anderem umfangreiche Erfahrung aus der Gastronomie mit, hieß es.

Da bei der letzten Übergabe umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt wurden, befinde sich das Haus in einem sehr guten Zustand, so dass der Betrieb rasch aufgenommen werden könne. Vor zwei Wochen hatte die Sektion dem erst vor einem Jahr engagierten neuen Pächterpaar die Kündigung ausgesprochen.

Das habe aber nichts zu tun gehabt mit den Trinkwasserproblemen von 2024, wegen derer der vorherige Pächter gehen musste, sagte Schatzmeister Anselm Greulich damals. Man habe sich nach Unstimmigkeiten darauf verständigt, die Zusammenarbeit zum 17. Mai zu beenden. Was genau vorgefallen war, blieb offen.

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Vor zwei Jahren: Trinkwasserprobleme am Berg

Vor etwa zwei Jahren musste das Haus auf rund 1700 Metern Höhe oberhalb des Spitzingsees den Betrieb einstellen, nachdem die Bergwacht 21 Besucherinnen und Besucher wegen starker Magen-Darm-Beschwerden versorgt hatte. Bei Untersuchungen des Trinkwassers wurden unter anderem Rotaviren entdeckt. Sie stammten aus der Quelle unterhalb der Hütte. Inzwischen gibt es eine neue Filteranlage und neue Leitungen.

Rotwandhaus: Beliebtes Tourenziel oberhalb des Spitzingsees

Bis zu 1.000 Tagesgäste besuchen bei schönem Wetter die Hütte unterhalb des Rotwandgipfels. Obwohl sie in einem etwa zweieinhalbstündigen Fußmarsch aus dem Tal oder von der Bergstation der Taubensteinbahn oder noch schneller per Mountainbike erreichbar ist, bleiben auch viele zum Übernachten. Die Hütte ist im Sommer unter anderem Ziel für Kletterer, die von dort zu den Ruchenköpfen starten. Im Winter ist die Hütte Stützpunkt auf der beliebten Skitour "Rotwand-Reibn".

4 Kommentare

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Zuckerhütl

Dürfen sich die Hüttenwirte nicht zu der Situation äußern?
Man liest immer nur den Standpunkt der Sektion. Das ist etwas einseitig!

Taubenstein

@Wilder Freiger
Auch von mir 100% Zustimmung!
Irgendwann wird die Wahrheit ans Tageslicht kommen…

Signalkuppe

Lieber Wilder Freiger, ich stimme 100%ig zu. Die DAV Sektionen sollten mal den Blick nach innen kehren. Das würde allen gut tun.

Wilder Freiger

Interessant wären doch ein paar Hintergründe und vor allem auch mal ein Statement der Pächter. Schon der letzte Pächterwechsel am Rotwandhaus lief ja alles andere als gut ab und man konnte in den Medien in erster Linie immer die Aussagen des Herrn Greulich lesen, wobei immer der Eindruck entsteht, es läge an den Hüttenwirten. Etwas mehr Kritik am Vorgehen mancher AV-Sektionen (bzw. den wenigen Verantwortlichen dort) wäre schon angebracht.
Ich kenne das aus eigener Anschauung bei einer Hütte im Karwendel, auf der ich mehrere Jahre gearbeitet habe. Was da von Seiten der Sektion bzw vom Hüttenwart mit den Wirten gemacht und von ihnen verlangt wurde, ist gelinde gesagt abenteuerlich. Nötigung zumindest, eigentlich schon eher Erpressung.
Nicht falsch verstehen: Die meisten Sektionen gegen vermutlich gut mit ihren Wirten um, aber wenn sich Pächterwechsel auf Hütten häufen, sollte man auch mal den Kopf des Fisches unter die Lupe nehmen.