Schrecksee: Fünf Einsätze innerhalb von zwei Tagen
Die Bergwacht Hinterstein warnt vor schwierigen Bedingungen durch Altschnee in den Hochlagen der Allgäuer Alpen. Im Bereich des Schrecksee sowie am Jubiläumsweg mussten Einsatzkräfte innerhalb von zwei Tagen insgesamt fünf Menschen retten, die aufgrund der Verhältnisse nicht mehr selbstständig absteigen konnten.
Nach Angaben der Retter waren die Betroffenen in steilem Altschnee-Gelände teilweise bereits abgerutscht. Alle Beteiligten blieben alle unverletzt. Die Bergung erfolgte mithilfe von Luftrettern und dem Rettungshubschrauber Christoph 17 per Winde.
Die Einsatzkräfte weisen darauf hin, dass in den Hochlagen trotz frühlingshafter Temperaturen weiterhin anspruchsvolle Bedingungen herrschen. Besonders harte Altschneefelder können in steilem Gelände gefährlich werden, vor allem in den Morgenstunden oder an schattigen Passagen.
Gemeinsam mit den Tourismusverantwortlichen aus Bad Hindelang appelliert die Bergwacht deshalb an Bergsteiger und Wanderer, Touren sorgfältig zu planen und die aktuellen Bedingungen ernst zu nehmen. Gerade auf beliebten Übergängen und hochalpinen Wegen seien vielerorts noch winterliche Verhältnisse anzutreffen, darunter auch Hochvogel und Hindelanger Klettersteig.



1 Kommentar
Kommentar schreibenImmer wieder dasselbe."Wanderer " glauben im Frühjahr ohne Einschränkungen überall, meist abseits der Wanderwege, wandern zu können .Vergessen wird dabei, dass Schneefelder im Mai, Anfang Juni matschig, mit Schnee bedeckt, oftmals nahezu unpassierbar sind.Wir wollten vor Jahren Mitte Juni auf einer Skipiste (Hochköning) abwärts gewandern.Knietief sind wir im matschigen Gras steckengeblieben, könnten uns nur mit Mühe an dem steilen Anhang befreien. Zum Glück hatten wir Bergstiefel mit Schaft an, was uns Halt gab.Nie wieder haben wir uns in diese Situation begeben.