Tödlicher Absturz am Säuling: Solo-Bergsteiger verunglückt
Ein 58-Jähriger ist in den Allgäuer Alpen nahe Füssen (Landkreis Ostallgäu) tödlich verunglückt. Wie die Polizei mitteilte, sei der Mann nach bisherigen Erkenntnissen bereits am Donnerstag (28. Mai 2026) beim Abstieg in einem ausgesetzten Felsbereich abgestürzt. Dabei habe er sich die tödlichen Verletzungen zugezogen.
Bergwanderer hatten am Samstag unterhalb des sogenannten 12-Apostel-Grats zwischen Pilgerschrofen und Säuling herrenlose Ausrüstungsgegenstände entdeckt und Alarm geschlagen. Eine großangelegte Suchaktion der Bergwacht Füssen, bei der auch eine Drohne zum Einsatz kam, führte schließlich zum Fund des Verunglückten. Der leblose Körper lag nach Angaben der Retter in einer steilen, felsdurchsetzten Rinne etwa 100 Höhenmeter unterhalb der Felskante.
Die Notärztin des Rettungshubschraubers "Christoph 17" habe vor Ort nur noch den Tod feststellen können. Der Leichnam wurde anschließend durch die Alpine Einsatzgruppe der Polizei mit Unterstützung eines weiteren Polizeihubschraubers sowie der örtlichen Bergwacht geborgen.
Der 12-Apostel-Grat: Klettertour auf den Säuling
Der 12-Apostel-Grat ist ein markanter, teils ausgesetzter Verbindungsgrat zwischen dem Pilgerschrofen und dem Säuling in den Allgäuer Alpen an der deutsch-österreichischen Grenze. Die Route verläuft über mehrere felsige Gratzacken – die namensgebenden "Apostel" – und gilt als anspruchsvolle Bergtour für trittsichere und schwindelfreie Kletterer.
Immer wieder sind leichte Kletterstellen bis zum III. Schwierigkeitsgrad zu überwinden, während steile Flanken und absturzgefährdetes Gelände höchste Konzentration erfordern. Besonders bei Nässe, Altschnee oder schlechter Sicht können die Schwierigkeiten deutlich zunehmen. Aufgrund seines alpinen Charakters zählt der Grat zu den eindrucksvollsten, aber auch ernstzunehmenden Überschreitungen im Säulinggebiet.
Aus der ursprünglichen Meldung geht nicht hervor, ob der Mann den Grat auch im Aufstieg begangen hatte.

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