Klettersteigsturz, Hitzeschlag und Wanderunfälle

Rettungskräfte im Dauereinsatz: Mehrere Notfälle im Zugspitzgebiet

Mehrere Stürze, ein Klettersteigunfall und ein Hitzeschlag hielten die Bergwachten von Garmisch-Partenkirchen und Grainau am Wochenende (29.-31. Mai 2026) auf Trab. Besonders eine schwierige Suchaktion im Gelände forderte die Einsatzkräfte.

Rettungskräfte im Dauereinsatz: Mehrere Einsätze rund um Garmisch-Partenkirchen
© Bergwacht Garmisch-Partenkirchen

Klettersteigsturz, Hitzeschlag und mehrere Wanderunfälle: Bergwacht mehrfach gefordert

Ein einsatzreiches Wochenende liegt hinter der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen. Innerhalb kurzer Zeit mussten die Retter zu mehreren Notfällen im Wetterstein- und Zugspitzgebiet ausrücken. Neben Wander- und Fahrradunfällen beschäftigten die Einsatzkräfte auch ein Klettersteigsturz sowie eine aufwendige Suchaktion nach Hilferufen im alpinen Gelände.

Bereits am Freitag gingen nahezu zeitgleich drei Alarmierungen ein. Zwei Wanderer waren gestürzt, zudem kam es zu einem Unfall mit einem E-Bike. Alle Betroffenen konnten von den Einsatzkräften versorgt und anschließend auf dem Landweg ins Tal gebracht werden.

Am Samstag folgten weitere Einsätze. Im extrem anspruchsvollen und steilen Mauerläufer-Klettersteig (D) stürzte eine Person ins Klettersteigset. Gemeinsam mit der Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph Murnau gelang die Rettung mittels Seilmanöver aus der stellenweise überhängenden Wand.

Unklare Hilferufe am Gelben Gwänd

Besonders aufwendig gestaltete sich ein weiterer Einsatz am Gelben Gwänd. Dort waren unklare Hilferufe gemeldet worden. Da die genaue Position zunächst nicht bestimmt werden konnte, wurden Luftretter in das Gebiet geflogen. Erst nach rund zwei Stunden Suche in schwierigem Gelände gelang es, die betroffene Person auf der gegenüberliegenden Talseite ausfindig zu machen. Sie litt nach Angaben der Bergwacht unter Dehydrierung und einem Hitzeschlag.

Währenddessen entdeckten Einsatzkräfte der Bergwacht Grainau auf dem Weg zur Unterstützung eine weitere kollabierte Person. Diese wurde noch vor Ort versorgt und anschließend abtransportiert. Wie die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen betonte, habe sich bei den Einsätzen erneut die enge Zusammenarbeit der benachbarten Bereitschaften bewährt. Bei dynamischen Rettungslagen spielten Zuständigkeitsgrenzen zunächst eine untergeordnete Rolle, um Betroffenen möglichst schnell helfen zu können.

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