Nächtlicher Rettungseinsatz im Gasteinertal

Verstiegen am Geißkarkopf: Wanderer per Seilwinde gerettet

Ein 52-jähriger Wanderer hat am Freitagabend (29. Mai 2026) oberhalb von Bad Hofgastein einen aufwendigen Rettungseinsatz ausgelöst. Beim Abstieg vom Geißkarkopf geriet er in steiles Absturzgelände und konnte weder vor noch zurück.

Der ÖAMTC-Notarzthubschrauber C14 wurde aufgrund des schwierigen Geländes und der nächtlichen Bedingungen zur Rettung angefordert.
© Bergrettung Bad Hofgastein/Bad Gastein

Beim Abstieg vom Geißkarkopf verstiegen

Ein Wanderer ist am Freitagabend beim Abstieg vom Geißkarkopf (2385 m) im Gemeindegebiet von Bad Hofgastein in eine gefährliche Situation geraten. Auf etwa 1650 m verließ er offenbar die sichere Route und geriet in äußerst steiles sowie unwegsames Absturzgelände.

Der Mann blieb zwar unverletzt, konnte sich aus eigener Kraft jedoch weder vorwärts noch zurück bewegen. Gegen 21 Uhr verständigte er telefonisch Bekannte, die daraufhin einen Notruf absetzten.

<p>Der markierte Bereich zeigt die Position des Wanderers. Der Mann hatte sich beim Abstieg vom Geißkarkopf verstiegen.</p>

Der markierte Bereich zeigt die Position des Wanderers. Der Mann hatte sich beim Abstieg vom Geißkarkopf verstiegen.

© Bergrettung Bad Hofgastein/Bad Gastein

Bergretter steigen bei Dunkelheit auf

Ein Voraustrupp der Bergrettung Bad Hofgastein machte sich umgehend auf den Weg zum Blockierten. Weitere Einsatzkräfte sicherten den Zustieg und transportierten zusätzliches Rettungsmaterial ins Gelände.

Aufgrund der schwierigen Bedingungen, der Dunkelheit und des zunächst unbekannten Gesundheitszustands des Wanderers wurde um 21:35 Uhr der nachtflug- und windentaugliche ÖAMTC-Notarzthubschrauber C14 alarmiert. Die Bergrettung Bad Gastein unterstützte den Einsatz zusätzlich mit Spezialbeleuchtung.

<p>Scheinwerferlicht in der Felswand: Der Hubschrauber unterstützte die Einsatzkräfte bei der nächtlichen Rettungsaktion.</p>

Scheinwerferlicht in der Felswand: Der Hubschrauber unterstützte die Einsatzkräfte bei der nächtlichen Rettungsaktion.

© Bergrettung Bad Hofgastein/Bad Gastein

Rettung per Seilwinde

Der Hubschrauber erreichte den Einsatzort gegen 22:30 Uhr. Wenige Minuten später wurde ein Flugretter mittels Seilwinde zum Wanderer abgesetzt. Kurz vor 23 Uhr konnte der Mann schließlich per Windenbergung aus dem steilen Gelände gerettet und sicher ins Tal gebracht werden. Er blieb unverletzt.

Da sich der Voraustrupp der Bergrettung selbst in äußerst exponiertem Gelände befand, wurden die fünf Einsatzkräfte anschließend ebenfalls mittels Seilwinde ausgeflogen. Die übrigen Retter stiegen zu Fuß ab und kehrten mit den Einsatzfahrzeugen ins Tal zurück.

Insgesamt standen 22 Bergretter der Ortsstellen Bad Hofgastein und Bad Gastein, der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, die Polizei, die Freiwillige Feuerwehr Bad Hofgastein sowie die Crew des ÖAMTC-Notarzthubschraubers C14 im Einsatz.

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