Bergunfall nahe dem Zeppezauerhaus

Untersberg: Deutscher Bergsteiger stürzt tödlich ab

Am Untersberg ist ein deutscher Bergsteiger tödlich verunglückt. Der junge Alpinist stürzte nahe dem Zeppezauerhaus im Dopplersteig im Zustieg zu einer Kletterroute in steilem Gelände ab. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät.

Untersberg: Deutscher Bergsteiger stürzt tödlich ab.
© Bergrettung Grödig/Maurer

Tödlicher Unfall im Dopplersteig

Der 28-Jährige war mit einem Kletterpartner am Sonntag (07. Juni) 2026 am Dopplersteig unterwegs zu einer Tour im Bereich der Doppelwand. Auf etwa 1.400 Metern Höhe auf der Höhe des Zeppezauerhauses rutschte der Kletterer beim Überqueren einer nassen Felsstelle aus und stürzte rund 150 Meter über eine steile Felsrinne ab. Zeugen alarmierten umgehend die Einsatzkräfte und leisteten Erste Hilfe. 

Für den 28-jährigen Verunglückten kam jedoch jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte vor Ort nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die Bergung übernahm die Besatzung eines Polizeihubschraubers. "Der Kletterer war im Zustieg und leider nicht gesichert", erklärte Einsatzleiter Thomas Hettegger von der Bergrettung Grödig.

<p>Übernahm die Bergung des Verunglückten: das Team eines Polizeihubschraubers.</p>

Übernahm die Bergung des Verunglückten: das Team eines Polizeihubschraubers.

© Bergrettung Grödig/Maurer

Über den Dopplersteig am Untersberg

Der Dopplersteig am Untersberg wird als anspruchsvolle Bergwanderung (SAC-Wanderskala T3 bis T4) bzw. als sehr leichter Klettersteig oder versicherter Steig (Klettersteig-Skala A) eingestuft. Der Weg führt über unzählige in den Fels geschlagene oder aus Holz gebaute Treppenstufen, schmale Pfade und ausgesetzte Felspassagen. Objektiv ist der Steig technisch nicht übermäßig schwierig, verlangt Bergsteigern aber aufgrund seiner Steilheit und Exponiertheit einiges ab und gilt bei Nässe als heikel.

Der Untersberg zählt zu den beliebtesten Bergzielen im Grenzgebiet zwischen Bayern und Salzburg. Das markante Bergmassiv in den Berchtesgadener Alpen wird sowohl von Wanderern als auch von Kletterern stark frequentiert. In diesem Jahr kam es dort bereits zu mehreren Rettungseinsätzen.