Polizeihubschrauber im Einsatz

Pitztal: Schulklasse aus Bremen gerät bei Gewitter in Bergnot

Eine Schulklasse aus Bremen ist bei einer Bergtour im Tiroler Pitztal von einem Gewitter überrascht worden. Weil die Gruppe ihren Weg nicht fortsetzen konnte und die Wetterlage unklar war, wurde ein Notruf abgesetzt. Ein Polizeihubschrauber brachte alle Beteiligten unverletzt ins Tal.

SYMBOLBILD: Gewitter in den Alpen.
© picture alliance/dpa/Jan Eifert

Eine Schulklasse aus Bremen ist in Österreich bei einer Tour wegen eines aufziehenden Gewitters in Bergnot geraten. Die Gruppe aus 15 Schülern und drei Lehrern war nach Angaben der Polizei in den Alpen von Jerzens im Pitztal zu ihrer Bergtour aufgebrochen. Überrascht vom Gewitter konnte die Gruppe ihren Weg entlang eines alpinen Wanderwegs nicht fortsetzen. 

Stattdessen suchten die Schüler im Alter von 17 bis 19 Jahren und ihre Lehrkräfte in einer Stützpunkthütte der Bergrettung Zuflucht. Aufgrund unklarer Wetterlage und des schlechten Mobilfunkempfangs wurde ein Notruf abgesetzt. Die Gruppe wurde mit dem Polizeihubschrauber unverletzt ausgeflogen, berichtete die Polizei.

Gewitter im Gebirge: Was tun bei Gewitterneigung?

Bei angekündigter Gewitterlage unternimmt man sinnvollerweise keine großen Touren. Da die typischen Sommergewitter meist am frühen Nachmittag bis Abend auftreten, plant man das Ende der Unternehmung für die Mittagszeit ein.

Experten-Tipp: Richtiges Verhalten bei Gewittern

  • vor der Tour Wetterbericht einholen

  • während der Tour ständige Wetterbeobachtung: lieber zu früh bzw. umsonst umdrehen und Behausung mit Blitzableiter aufsuchen

  • bei drohendem Gewitter weg von exponierten Stellen und wasserführenden Bereichen, hinkauern oder auf kleinflächig isolierende Ausrüstung kauern

  • metallene Ausrüstungsgegenstände entfernt ablegen

  • am Klettersteig mit Selbstsicherung gesichert bleiben; dabei eher an Eisenklammer als am Drahtseil festmachen

  • Gruppen verteilen sich

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