Sturz auf vereistem Hang
Ein Alpinist aus Deutschland ist in der Schweiz bei einem Sturz in eine Gletscherspalte ums Leben gekommen. Wie die Polizei des Kantons Wallis nach der jetzt erfolgten Identifizierung des Toten mitteilte, handelte es sich um einen 49-jährigen Mann, dessen genaue Herkunft aber nicht bekanntgegeben wurde. Der Unfall passierte bereits am 2. Juli 2026 oberhalb des Bergdorfes Saas-Grund. Nach Angaben der Polizei war der Bergsteiger mit einer weiteren Person in Richtung des 4011 Meter hohen Weissmies unterwegs.
Auf einem vereisten Hang des Triftgletschers stürzte der 49-Jährige ab und fiel in eine Gletscherspalte. Einsatzkräfte des Kantons Wallis flogen mit einem Hubschrauber zu der Unfallstelle. Doch sie konnten den Mann nur noch tot bergen. Wie es zu dem Sturz kam, ist bislang nicht geklärt. Die Ermittlungen laufen noch, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte
Selbstrettung aus einer Gletscherspalte
Eine Selbstrettung aus einer Gletscherspalte ist nur unter günstigen Voraussetzungen möglich – etwa wenn der Gestürzte unverletzt ist, die Seilschaft den Sturz auffangen konnte und das Seil straff gespannt bleibt. Mithilfe von Steigklemmen, Prusikschlingen oder speziellen Seilklemmen kann sich der Verunfallte am Seil Stück für Stück wieder nach oben arbeiten. Voraussetzung dafür sind jedoch entsprechende Kenntnisse, die passende Ausrüstung und ausreichend Kraftreserven. Ist die betroffene Person verletzt, bewusstlos oder hängt frei in einer tiefen Spalte, ist eine Selbstrettung in der Regel ausgeschlossen. In diesen Fällen muss die Seilschaft eine organisierte Spaltenbergung durchführen oder – wenn dies nicht möglich ist – umgehend einen Notruf absetzen. Alpenvereine empfehlen daher, den Umgang mit Spaltenbergung und Selbstrettung regelmäßig in Kursen oder auf Hochtourentrainings zu üben, denn unter Stress und in großer Höhe sind diese Techniken deutlich anspruchsvoller als im Training.
