30-Jähriger stürzt am Naturfreundesteig

Abgestürzt: Wanderer am Traunstein hat großes Glück

Ein Wanderer ist am Samstag (11. Juli 2026) beim Abstieg vom Traunstein in Oberösterreich verunglückt. Der 30-Jährige stürzte am Naturfreundesteig fast zehn Meter ab. Ein zufällig vorbeikommender tschechischer Alpinist fand den Verletzten und leistete Erste Hilfe.

Rettungshelikopter im Einsatz
© Bergrettung Gmunden

Hilfeschreie am Traunstein: Wanderer stürzt mehrere Meter ab

Der Unfall ereignete sich kurz vor Mittag. Nach Angaben der Bergrettung Gmunden befand sich der 30-Jährige auf dem Abstieg über den Naturfreundesteig, als er auf einer Höhe von rund 550 Metern zu Sturz kam. Der Mann fiel knapp zehn Metern über steiles Gelände in die Tiefe.

Andere Bergsteiger und Kletterer hörten Hilfeschreie sowie das Geräusch herabfallender Steine. Daraufhin gingen mehrere Notrufe bei den Einsatzkräften ein. Die Bergrettung Gmunden, die Alpinpolizei und die Besatzung des Notarzthubschraubers Martin 3 machten sich auf die Suche nach der genauen Unfallstelle.

<p>Die Bergrettung Gmunden im Rettungseinsatz</p>

Die Bergrettung Gmunden im Rettungseinsatz

© Bergrettung Gmunden

Tschechischer Alpinist leistet Erste Hilfe

Noch während die Einsatzkräfte aufstiegen, entdeckte ein tschechischer Bergsteiger den Verunglückten. Er kümmerte sich um den 30-Jährigen und leistete Erste Hilfe. Trotz der erheblichen Sturzhöhe erlitt der Mann nach Angaben der Bergrettung keine lebensgefährlichen Verletzungen. Er zog sich mehrere blutende Wunden und Prellungen zu. Die Bergretter brachten ihn ins Tal, wo er dem Roten Kreuz übergeben wurde. Anschließend wurde der Verletzte in das Salzkammergut-Klinikum Gmunden transportiert.

Naturfreundesteig: Ausgesetzter Anstieg über dem Traunsee

Der Naturfreundesteig führt vom Ostufer des Traunsees durch die steile Südwestflanke auf den 1691 Meter hohen Traunstein. Der lange, alpine, teils seilversicherter Steig wird je nach Quelle mit A/B bis B bewertet und ist über weite Strecken mit Stahlseilen, Trittstufen, Klammern und Leitern gesichert. Technisch sind die Einzelstellen vergleichsweise moderat, aufgrund von rund 1200 Höhenmetern, ausgesetzten Passagen und der langen Gehzeit ist die Tour dennoch anspruchsvoll. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und sehr gute Kondition sind erforderlich. Bei Nässe steigt das Risiko auf den glatten Felsen deutlich.

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