Beginn im Sommer 2027

Neustart auf 1848 Metern: DAV sucht Pächter für die Falkenhütte

Der Alpenverein München und Oberland sucht ab der Saison 2027 neue Pächterinnen oder Pächter für die traditionsreiche Falkenhütte im Karwendel. Die generalsanierte Hütte zählt zu den bekanntesten Stützpunkten der Region.

Neustart auf 1848 Metern: DAV sucht Pächter für die Falkenhütte
© Dominik Sinhart

Neustart auf 1848 Metern: DAV sucht Pächter für die Falkenhütte

Der Alpenverein München und Oberland sucht ab Juni 2027 neue Pächterinnen oder Pächter für die traditionsreiche Falkenhütte im Karwendel. Die auf 1848 Metern gelegene Alpenvereinshütte zählt zu den bekanntesten Stützpunkten im Naturpark Karwendel und soll langfristig an engagierte Gastgeber vergeben werden. Die denkmalgeschützte Falkenhütte wurde zwischen 2017 und 2020 umfassend saniert und verbindet historischen Hüttencharme mit moderner und nachhaltiger Infrastruktur.

Während der Sommersaison von Juni bis Oktober bietet sie insgesamt 131 Schlafplätze sowie eine große Sonnenterrasse mit bis zu 300 Sitzplätzen. Durch ihre Lage direkt vor den Laliderer Wänden ist sie ein beliebtes Ziel für Wanderer, Alpinisten, Kletterer und Mountainbiker. Gleichzeitig ist sie wichtiger Etappenstützpunkt auf der Karwendeltour und dem Adlerweg.

<p>Die Falkenhütte vor den Laliderer Wänden.</p>

Die Falkenhütte vor den Laliderer Wänden.

© Dominik Sinhart

Erfahrung und unternehmerisches Denken als Voraussetzung

Gesucht werden Gastgeberinnen oder Gastgeber, die unternehmerisches Denken mit ökologischer Verantwortung verbinden und den Charakter einer klassischen Alpenvereinshütte bewahren möchten. Zum gastronomischen Konzept gehören regionale und saisonale Küche nach den Richtlinien der Initiative "So schmecken die Berge", ein überwiegend vegetarisches Angebot sowie die Einhaltung der Mitgliederrechte des Deutschen Alpenvereins.

Auch Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle: Die Hütte wird unter anderem mit Ökostrom und Bio-Flüssiggas versorgt und nimmt am DAV-Umweltgütesiegel teil. Bewerber sollten sich mit den Werten des Alpenvereins identifizieren und Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit mit dem Alpenverein München und Oberland mitbringen.

Berg-Knigge: 10 Tipps für eine bessere Zeit auf der Hütte
Dos and Don'ts auf Berghütten
Berg-Knigge: 10 Tipps für eine bessere Zeit auf der Hütte

Klickt Euch durch die 10 goldenen Regeln für eine erfolgreiche Hüttenübernachtung.

zur Galerie

12 Kommentare

Kommentar schreiben
Gustav

Bruno, die 2er Zimmer sind dort so alt wie die anderen Zimmer auch, das hat seinen urtümlichen Charakter auf jeden Fall bewahrt. Wer nie dort war kann dazu also nichts sagen.

Bruno

Servus Vroni, ich ersuche Sie, mit Abbitte zu leisten! Und ich gebe zu, Unsinn geschrieben zu haben, was natürlich auch mit gewisser Absicht geschah. Selbst kenne ich die Hütte nicht und sie wird bestimmt, wie viele andere Hütten wunderbar sein. Meine ich nicht ironisch! Mich stört bei diesem Thema generell nur das Herausheben von Punkten (2er Zimmer), also Ansprüche und Wünsche von Bergfreunden, die mehr und mehr die Hütten in die Rolle von Berghotels drängen, wozu diese selbst oftmals nicht in der Lage sind und durch die ihr eigentlicher Charakter und ihre Bestimmung verloren geht. Ich will natürlich nicht lügen, ein Einzelzimmer mit Kaffee ans Bett vor dem Berggang wäre natürlich das Optimale, gut zu essen ist immer schön, aber ich frage Sie - wäre das aus vielen Hinsichten wünschenswert? Daraufhin zielten meine Übertreibungen ab. Viele schöne Bergmomente, auch wenn das Essen manchmal eher bescheiden ist und die Bergkameraden nebenan schnarchen, wünscht Ihnen Bruno

Vroni

Ach Bruno, sehen Sie doch bitte ein, auch mal Unsinn geschrieben zu haben, Gustav meint es sicher nicht so, hat aber nicht unrecht. Kenne die Unterkunft selbst auch ganz gut, damals noch vom kleinen Ahornboden, ein wunderschöner Flecken Erde.

Bruno

Servus Gustav, ich habe überhaupt nicht die "Goschn aufgerissen", ich war nur erstaunt - auch hinsichtlich Ihrer anderen Beiträge - daß gerade Sie alpine Luxushotels präferieren. Stellen Sie sich doch einmal vor, die AV würden allen Hüttenpächtern die Pflicht auferlegen, wenigstens 10 verschiedene Speisen (wie es auf Hütten ist, die das Seilbahn- und eMotorradpublium erreicht) und nur noch 2er Zimmer anzubieten, worauf Sie gesinnt zu sein scheinen. Da würden die verfügbaren Hüttenplätze rapide sinken, insofern man keinen Anbau in Erwägung zieht. Aber reißen Sie weiterhin gern die Goschn auf und empfehlen Sie die 2er-Bett-Hütten, wenigstens weiß ich dann, welchen ich eher ausweiche. Also granteln Sie nicht weiter, vielleicht habe ich Sie auch falsch verstanden. Herzlichst Ihr Bruno, unbekannterweise

Gustav

Servus Bruno, und danke für die Einschätzung. Ein Tipp, bevor du nächstes Mal die Goschn aufreißt, einfach mal selbst davon überzeugen wie es in der Hütte ausschaut.

Bruno

Servus Gustav, nichts für ungut, ich habe das alles natürlich mit Übertreibung geschrieben, da es leider heutzutage so aussieht - und es leider auch in Ihrer Zuschrift so klang (2er Zimmer) - daß "Bergsteiger" mehr und mehr von Berghütten einen Komfort wie in einem Hotel erwarten. Natürlich ist es angenehm, wenn man nicht mehr wie im 19. Jh. in Hütten auf Stühlen schlafen muß und etwas zeitgerechter wird, aber natürlich auch diesen Hütten Rechnung getragen und nicht vergessen werden sollte, wofür sie entstanden und wofür sie in erster Linie für uns Berggänger da sind - also einen angemessenen "Schutz" zu bieten. Natürlich freue ich mich auch, wenn es schmeckt, auch da (gutes) Essen zu kulturellen Errungenschaften und Leistungen einer Gesellschaft gehört, aber eigentlich sollte und könnte in Berghütten ein Gericht (in vegetarischer und nichtvegetarischer) Form dafür vollkommen ausreichen. Hütten, die mehr als 20 Arten Bier, Wein und Schnaps anbieten, um sich abends die Kante zu geben, oder eine Speisekarte haben, um mit einem Grandhotel in St. Moritz zu konkurrieren, werden dann auch vom entsprechenden Publikum besucht, vor allem, wenn dieses auf ihren E-Motorrädern zu diesen hochrutschen kann. Wenn Sie darüber glücklich sind, ist es so, ich nicht.
Trotz aller Meinungsverschiedenheiten wünsche ich Ihnen einen guten Bergsommer und immer gesunde Rückkehr, Bruno

Peter

Eventuell eine Hüttenverwechslung: Berggasthof Falkenhütte, Steibis im Allgäu vs. Falkenhütte, Karwendel

Gustav

@Bruno, das halte ich für ein Gerücht. Zu Essen gab es klassische Tiroler Hüttenküche, alles ganz normal und lecker. Abends Suppe, Braten mit Soße und Nudeln und Nachspeise. Frühstück ganz normal wie auf so vielen AV Hütten. Spa und weitere Sachen gibt es dort nicht, das entspringt deiner Phantasie. Hast es vielleicht mit dem Stangl Wirt verwechselt. Und so viele E Bikes haben wir nicht gesehen, Aufladen ist eh nicht möglich und die Anfahrten doch nicht ohne. Alles in allem eine wirklich tolle Hütte.

Bruno

Servus Gustav,
ich war noch nicht dort, aber die Hütte scheint wirklich richtig gut zu sein! Den Speiseplan fand ich im Net:
Amuse-Bouche: Ein kleiner Gruß aus der Küche vor dem ersten Gang.
1. Gang (Vorspeise): Gänseleber, Jakobsmuschel oder Carpaccio.
2. Gang (Suppe oder Zwischengericht): Klare Essenz oder feine Schaumsuppe
3. Gang (Fischgang): Edelfisch wie Steinbutt oder Saibling mit Kräutersud.
4. Gang (Hauptgang): Fleischgericht wie Kalbsfilet, Reh oder Lamm mit saisonalem Gemüse.
5. Gang (Pre-Dessert): Ein erfrischendes Sorbet als Geschmackspause.
6. Gang (Dessert): Kreative Komposition aus Schokolade, Beeren oder exotischen Früchten.
Also Bergsteigerherz, was willst Du mehr! Und angeblich gibt’s dort jetzt auch Sektempfang in den DZ, bzw. wenn man mit der werten Gemahlin unbekannterweise kommt, frische Rosen oder ein Bouquet nach Wunsch!
Ein weiterer Vorteil der Hütte, wie ich auf vielen Fotos sah, man kann sie super mit (e)Motorrädern erreichen, was eine gewisse gegenseitige Geruchsbelästigung durch Schweiß verringert; diesbezüglich wurde leider über ein umfassendes Spa nichts genannt, aber ich gehe davon aus, man hat schon Pläne vorliegen, um diesen Notstand zu beheben. Sicherlich wird man jedoch nach Wunsch am Talort (gegen Aufpreis) mit einer (e)Droschke abgeholt.

Ich hatte mir sogar jetzt überlegt, mich dort zu bewerben, aber als ich die Kriterien las ("gesucht werden Gastgeberinnen oder Gastgeber, die unternehmerisches Denken mit ökologischer Verantwortung verbinden und den Charakter einer klassischen Alpenvereinshütte bewahren möchten"), habe ich leider für Sie und andere Genießer nur wenig Chancen, da ich und mein Kompagnon Lukas F. eher nur ersteren Anforderung gerecht werde. Den zweiten Punkt "ökologisch", kann man noch irgendwie hintricksen (bspw. mit Wasserkraft betriebene Seilbahn etc.), wie es alle Unternehmen machen, um ihren Profit zu erhöhen, aber die dritte Anforderung "Charakter einer klassischen Alpenvereinshütte bewahren" klingt und riecht doch sehr muffig, wie abends die Socken von den merkwürdigen Leuten, die sich aus unerfindlichen Gründen per pedes einfinden.
Also hoffen wir für das Wohlbefinden der Gäste, dass sich ein geeigneter neuer Pächter findet, der Ihren Wünschen gerecht wird und diesen schier unüberwindlichen Spagat zwischen "unternehmerischem Denken" und "klassischer Alpenvereinshütte" sicher bewältigt.
Bruno

GerdK

Schon wieder sucht d. DAV für eine Hütte neue Wirte, wär schon interessant warum...diese Hütte ist doch ein Selbstläufer, während d. Alpenverein seit geraumer Zeit von dem Kurs den sich viele Mitglieder u. Hüttenwirte wünschten abgekommen ist. Vielleicht gendern so manche Wirtsleute in unbefriedigender Ausmaße...

Seite 1 / 2 Next