Mangelnde Orientierung, Regen, Wind und Erschöpfung

Kinder unterkühlt: Familie am Krippenstein aus Bergnot gerettet

Eine Familie aus Dresden ist bei einer Wanderung vom Krippenstein zur Simonyhütte in Bergnot geraten. Nachdem sie zunächst den Weg nicht gefunden hatte, verschlechterte sich das Wetter zunehmend. Zwei Rettungshubschrauber brachten die Eltern und ihre drei Kinder ins Tal.

Simonyhütte mit dem Hallstätter Gletscher am Dachstein 
© picture alliance / Werner Kerschbaummayr

Familie findet den Weg zunächst nicht

Eine fünfköpfige Familie aus Dresden ist am Montag, 27. Juli 2026, am Krippenstein im Dachsteingebirge aus Bergnot gerettet worden. Die beiden 35 Jahre alten Eltern waren mit ihren drei, sechs und acht Jahre alten Kindern unterwegs zur Simonyhütte. Nach rund sieben Stunden waren alle Familienmitglieder entkräftet, die beiden Töchter zeigten bereits deutliche Anzeichen einer Unterkühlung.

Am Morgen war die Familie mit der Krippensteinbahn bis zur Talstation des dritten Seilbahnabschnitts gefahren. Von dort wollte sie über den hochalpinen Trägerweg zur Simonyhütte aufsteigen.

Nach Angaben der Landespolizeidirektion Oberösterreich fand die Familie den Abzweig zunächst nicht und bewegte sich einige Zeit im Kreis. Erst später entdeckte sie den vorgesehenen Weg. Der weitere Aufstieg erwies sich für die Eltern und ihre drei Kinder als deutlich anstrengender und kräftezehrender als erwartet.

Regen und kräftiger Wind am Krippenstein

Die Familie hatte mit einer Wetterbesserung um die Mittagszeit gerechnet. Stattdessen sank die Wolkendecke ab. Teilweise kräftige Regenschauer und starker Wind erschwerten das Weiterkommen zusätzlich.

Trotz mitgeführter Regenbekleidung verließen die Familie nach rund sieben Stunden die Kräfte. Gegen 16.30 Uhr verständigte sie den Hüttenwirt der Simonyhütte. Dieser alarmierte umgehend die Rettungskräfte. Zu diesem Zeitpunkt zeigten die drei und sechs Jahre alten Mädchen bereits eindeutige Anzeichen einer Unterkühlung.

Zwei Rettungshubschrauber flogen die Eltern und ihre drei Kinder schließlich sicher ins Tal. Über eine notwendige medizinische Behandlung machte die Polizei keine weiteren Angaben.

Hochalpiner Zustieg zur Simonyhütte

Die Simonyhütte liegt auf 2.203 Metern im Dachsteinmassiv. Bereits der kürzere Zustieg von der Seilbahnstation Gjaidalm wird vom Alpenverein mit rund drei Stunden Gehzeit angegeben. Die Wege führen durch das weitläufige, bei Nebel schwer überschaubare Karstgelände des Dachsteinplateaus.

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