Von Mönchengladbach nach Garmisch

Sehnsucht nach der Zugspitze: 14-Jähriger fährt allein 700 Kilometer

Einmal die Zugspitze mit eigenen Augen sehen: Für diesen Wunsch ist ein 14-Jähriger aus Mönchengladbach ausgerissen und rund 700 Kilometer bis nach Garmisch-Partenkirchen gefahren. Die Reise endete nachts am Bahnhof.

Sehnsucht nach der Zugspitze: 14-Jähriger fährt 700 Kilometer
© picture alliance/dpa | Elisa Schu

Von Mönchengladbach zur Zugspitze: 14-Jähriger ohne Wissen der Eltern auf großer Reise

Ein 14-Jähriger ist aus einer Wohngruppe bei Mönchengladbach ausgerissen und alleine mit mehreren Zügen bis nach Garmisch-Partenkirchen gefahren. Nach Polizeiangaben hatte der Junge sich in den Kopf gesetzt, die Zugspitze zu sehen. Demnach wollte der Ausreißer am Donnerstag von Garmisch-Partenkirchen zurück nach München fahren, vergaß aber die Zeit und verpasste den letzten Zug.

Die Beamten fanden ihn den Angaben zufolge nachts im Bahnhof beim Warten auf den nächsten Zug in die bayerische Landeshauptstadt. Bei der Kontrolle stellten sie fest, dass der Junge als vermisst gemeldet worden war. Die Polizisten stellten Kontakt zu dem Vater des 14-Jährigen her, der dem Jungen ein Online-Ticket kaufte.

Nach Rücksprache mit der Jugendeinrichtung durfte der 14-Jährige am Freitagmorgen schließlich die Heimreise antreten. Am frühen Nachmittag kam er nach Angaben der Polizei Mönchengladbach wohlbehalten wieder zu Hause an. Welchen Eindruck die Zugspitze auf den weit gereisten Jugendlichen gemacht hat, ist nicht überliefert. Sein Wunsch, Deutschlands höchsten Berg zumindest einmal mit eigenen Augen zu sehen, dürfte sich aber erfüllt haben.

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