- 25.06.2024 | Bedingungen auf der Höllental-Route gut bis sehr gut
- 18. Juni 2026 | Verhältnisse im Stopselzieher und auf der Route über das Reintal zur Zugspitze
- 11. Juni 2026 | Neuschnee im oberen Klettersteig, ansonsten gute Verhältnisse.
- 06. Juni 2026 | Gute bis sehr gute Verhältnisse am Höllentalferner und im Klettersteig
- 01. Juni 2026 | Trotz Tauwetter weiterhin anspruchsvolle Bedingungen!
- 13.05.2026 | Sämtliche Anstiege auf die Zugspitze nur für erfahrene Winter-Alpinisten machbar!
- Wann öffnen die Hütten rund um die Zugspitze?
25.06.2024 | Bedingungen auf der Höllental-Route gut bis sehr gut
Einem Update der Bergschule "Die Bergführer" vom 24. Juni auf Facebook zu Folge sind die Bedingungen auf der Höllental-Route zur Zugspitze weiterhin gut bis sehr gut. Sowohl auf dem Höllentalferner als auch im oberen Klettersteig herrschen derzeit insgesamt günstige Verhältnisse. Dennoch schreitet die Ausaperung aufgrund der hohen Temperaturen täglich voran.
Der Höllentalferner ist derzeit gut begehbar. Rund 20 Zentimeter Schneeauflage sowie eine deutlich ausgetretene Spur sorgen aktuell für sichere Verhältnisse. Die Gletscherspalten sind größtenteils noch geschlossen. Erste Eisflächen treten jedoch bereits zutage, lassen sich momentan aber noch problemlos umgehen.
Die Route führt wie üblich mittig durch das Gletscherbecken und anschließend in einer Rechts-Links-Schleife zum Einstieg des oberen Klettersteigs. Eine vollständige Gletscherausrüstung mit Steigeisen, Pickel und – je nach Erfahrung und Seilschaft – Seil wird weiterhin empfohlen.
Noch kann direkt in die Randkluft abgestiegen werden. Allerdings öffnen sich bereits größere und teilweise tiefe Löcher im Bereich des Einstiegs. Mit der fortschreitenden Schneeschmelze dürfte sich der Zugang in den kommenden Tagen deutlich verändern. Künftig wird der Einstieg voraussichtlich nur noch von der Südseite möglich sein.
Der obere Klettersteig beginnt mit einer anspruchsvollen Passage (Schwierigkeit C), die über einen kleinen Überhang führt. Anschließend verläuft die Route über Trittbügel und stellenweise brüchigen Fels weiter bergauf. In diesem Abschnitt wurden von örtlichen Bergschulen zusätzliche Knotenseile angebracht, die insbesondere zur Sicherung ihrer Gäste genutzt werden.
Die Drahtseile befinden sich derzeit in einwandfreiem Zustand und können durchgehend verwendet werden.
Ab der Irmerscharte sind sämtliche Drahtseile frei zugänglich. Allerdings ist aufgrund lockerer Steine erhöhte Vorsicht geboten. Vorausgehende Seilschaften können jederzeit Steinschlag auslösen.
Auch das sogenannte Brett, die Leiter sowie der Abstieg zurück zum Höllentalferner befinden sich derzeit in gutem Zustand.
Mit den anhaltend warmen Temperaturen wird die Ausaperung des Höllentalferners weiter zunehmen. Dadurch entstehen zunehmend größere Eisflächen und auch die Randkluft wird sich in den nächsten Tagen deutlich weiter öffnen. Wer die Tour plant, sollte deshalb die aktuellen Verhältnisse kurz vor dem Aufstieg nochmals prüfen und die notwendige Hochtourenausrüstung mitführen.
In unserer Bildergalerie könnt ihr die Schlüsselstellen der Route durchs Höllental auf die Zugspitze in Augenschein nehmen:

18. Juni 2026 | Verhältnisse im Stopselzieher und auf der Route über das Reintal zur Zugspitze
Einem Reel der Alpinschule Garmisch zu Folge muss weiterhin mit deutlich erschwerten Bedingungen rechnen, wer die Zugspitze über den Stopselzieher-Klettersteig besteigen möchte. Auf der Route befinden sich nach wie vor größere Schneefelder, die alpine Erfahrung sowie eine entsprechende Ausrüstung erfordern. Für die kommenden Tage ist zudem mit einer zunehmenden Gewitterneigung zu rechnen. Wer eine Besteigung plant, sollte die Wetterentwicklung genau beobachten und ausreichend Zeitreserven einplanen.
Auch zu den Verhältnissen auf der Route über das Reintal auf die Zugspitze gibt es ein Update durch ein Reel der Alpinschule Garmisch auf Instagram.
Für den Anstieg bis zum Sonnalpin empfiehlt sich demnach weiterhin die Mitnahme von Trekkingstöcken sowie Grödeln oder leichten Spikes. Zudem sind stabile, kantenfeste Bergschuhe derzeit unverzichtbar.
Oberhalb des Sonnalpin erschweren nach wie vor mehrere Altschneefelder den Weiterweg zum Zugspitzgipfel. Zusätzlich besteht insbesondere in den steileren Passagen eine erhöhte Steinschlaggefahr. Die Mitnahme eines Helms wird deshalb empfohlen.
In unserer Bildergalerie könnt ihr die Schlüsselstellen der Route über den Stopselzieher auf die Zugspitze in Augenschein nehmen:

11. Juni 2026 | Neuschnee im oberen Klettersteig, ansonsten gute Verhältnisse.
Einem Update vom 11. Juni auf der Webseite von alpenverein-muenchen-oberland.de nach hat Neuschnee im oberen Klettersteig die Bedingungen verschlechtert, ansonsten herrschen gute bis sehr gute Verhältnisse.
Auf dem Höllentalferner liegen derzeit rund 20 Zentimeter Neuschnee. Dank einer gut ausgetretenen Spur bereitet die Gletscherquerung aktuell jedoch keine größeren Schwierigkeiten. Die Gletscherspalten sind noch weitgehend von Schnee überdeckt. Dennoch empfehlen lokale Bergschulen und Bergführer (in diesem Fall Sepp Hümmer), die komplette Gletscherausrüstung mitzuführen. Dazu gehören Steigeisen, Pickel und auch ein Seil.
Der Anstieg führt derzeit durch die Mitte des Gletscherbeckens in einer Rechts-Links-Schleife hinauf zum oberen Klettersteig. Solange die Schneeauflage weich bleibt, ist die Querung auch ohne Steigeisen gut machbar.
Im Bereich der Randkluft sind die Verhältnisse derzeit vergleichsweise günstig. Eine ausgeprägte Randkluft hat sich bislang noch nicht geöffnet. Allerdings finden sich bereits einige größere Löcher neben dem Einstieg in den Fels. Der Übergang vom Gletscher in die Wand bleibt zudem steil und erfordert Aufmerksamkeit.
Der obere Klettersteig beginnt aktuell problemlos über die bekannten Trittbügel. Im weiteren Verlauf fehlen diese jedoch, sodass einige Passagen im Schwierigkeitsgrad C geklettert werden müssen. In diesem Bereich wurden zusätzliche Knotenseile installiert, die insbesondere von Bergsteigerschulen zur Sicherung ihrer Gäste genutzt werden.
Die erste lange Querung ist derzeit schnee- und eisfrei. Sämtliche Drahtseile sind frei zugänglich und in gutem Zustand.
Ab der Irmerscharte liegt durchgehend Schnee bis zum Gipfel der Zugspitze. Die Drahtseile sind jedoch benutzbar und bieten durchgehend Sicherungsmöglichkeiten. Zusätzlich sind stellenweise noch Hilfsseile installiert.
06. Juni 2026 | Gute bis sehr gute Verhältnisse am Höllentalferner und im Klettersteig
Einem Update vom 06. Juni auf der Webseite von alpenverein-muenchen-oberland.de nach herrschen aktuell gute bis sehr gute Verhältnisse auf der Route vom Höllental auf die Zugspitze.
Die Höllentalklamm sowie der Stangensteig sind geöffnet.
Auf dem Höllentalferner liegen derzeit rund 20 Zentimeter Neuschnee. Dank einer gut ausgetretenen Spur bereitet die Gletscherquerung aktuell jedoch keine größeren Schwierigkeiten. Die Spalten sind noch weitgehend mit Schnee überdeckt. Dennoch sollten Bergsteiger die übliche Gletscherausrüstung mitführen. Dazu gehören mindestens Steigeisen und Pickel, gegebenenfalls auch ein Seil.
Der Zustieg zur Randkluft erfolgt derzeit über die Mitte des Gletscherbeckens. Eine ausgeprägte Randkluft hat sich bislang noch nicht geöffnet. Allerdings finden sich bereits einige größere Löcher neben dem Einstieg in den oberen Klettersteig. Der Übergang zur Felswand ist zudem weiterhin sehr steil.
Der obere Klettersteig beginnt derzeit problemlos über die bekannten Trittbügel. Im weiteren Verlauf fehlen diese jedoch, sodass einige Passagen im Schwierigkeitsgrad C geklettert werden müssen. Dort wurden zusätzliche Knotenseile installiert, die insbesondere Bergsteigerschulen zur Sicherung ihrer Gäste nutzen.
Die lange Querung im oberen Teil ist derzeit schnee- und eisfrei. Die Drahtseile befinden sich in gutem Zustand und können durchgehend genutzt werden.
Ab der Irmerscharte liegt weiterhin durchgehend Schnee bis zum Gipfel der Zugspitze. Die Drahtseile sind jedoch frei zugänglich und können ebenso wie einige zusätzliche Hilfsseile genutzt werden.
Auch das sogenannte Brett, die Leiter sowie der weitere Wegverlauf bis hinunter zum Gletscher befinden sich aktuell in gutem Zustand.
Mit dem angekündigten Neuschnee zur Wochenmitte können sich die Verhältnisse insbesondere im oberen Klettersteig kurzfristig wieder verschlechtern. Sollte anschließend wieder wärmeres Wetter folgen, dürfte die frische Schneeauflage allerdings rasch abschmelzen.
01. Juni 2026 | Trotz Tauwetter weiterhin anspruchsvolle Bedingungen!
Die Bedingungen auf der beliebten Höllentalroute zur Zugspitze haben sich in den vergangenen Wochen deutlich verbessert. Nach Einschätzung der Alpinschule Garmisch herrschen jedoch weiterhin erschwerte Verhältnisse, weshalb Bergsteiger nach Möglichkeit noch ein bis zwei Wochen mit einer Begehung warten sollten.
Dem aktuellen Verhältniszustand zufolge sind die Schlüsselstellen "Leiter" und "Brett" derzeit bei entsprechender Erfahrung passierbar. Oberhalb des sogenannten Grünen Buckels beginnen jedoch größere Schneefelder, die schließlich in eine geschlossene Schneedecke übergehen. Nach kalten Nächten sei diese zwar meist gut begehbar, dennoch erfordern die Bedingungen weiterhin Aufmerksamkeit.
Besonders tückisch sind derzeit die noch vollständig eingeschneiten Gletscherspalten im Höllentalferner. Die Alpinschule weist darauf hin, dass eine sorgfältige Spurwahl unerlässlich ist. Auch im oberen Klettersteig wurden durch die warmen Temperaturen bereits viele Drahtseile freigelegt.
An mehreren Stellen liegen die Sicherungen jedoch noch unter dem Schnee, sodass eine durchgehende Nutzung des Klettersteigsets nicht möglich ist. Erschwert wird die Tour zusätzlich durch häufig wechselnde Verhältnisse. Vor allem im Bereich der Irmerscharte wechseln sich blanke Eispassagen mit tiefem Sulzschnee ab, was das Vorankommen mühsam und kräftezehrend macht.
Als Mindestausrüstung empfiehlt die Alpinschule derzeit Klettergurt, Klettersteigset, Helm, Steigeisen und Pickel. Je nach Können könne auch ein 30-Meter-Seil sinnvoll sein. Trotz der prognostizierten Wetterberuhigung in den kommenden Tagen ist die Höllentalroute weiterhin als anspruchsvolle hochalpine Unternehmung einzustufen.
Auch die Verhältnisse am alternativen Zugspitzanstieg über den Stopselzieher präsentieren sich noch deutlich winterlich. Vom Bereich der Wiener-Neustädter-Hütte an liegt weiterhin eine geschlossene Schneedecke. Die Drahtseile sind über weite Strecken noch bedeckt, weshalb die Route aktuell ausschließlich erfahrenen Alpinisten vorbehalten bleibt.
13.05.2026 | Sämtliche Anstiege auf die Zugspitze nur für erfahrene Winter-Alpinisten machbar!
Im Wettersteingebirge hat der Winter noch einmal zugeschlagen: Seit den vergangenen Tagen liegt ab etwa 1800 Metern erneut eine geschlossene Schneedecke. In höheren Lagen fielen bereits 5 bis 10 Zentimeter Neuschnee, bis zum Wochenende werden laut Prognosen weitere rund 25 Zentimeter erwartet. Entsprechend herrschen an der Zugspitze aktuell wieder hochwinterliche Bedingungen.
Dies betrifft sämtliche klassischen Zustiege auf Deutschlands höchsten Berg. Nach aktuellem Stand sind weder die Touren über das Höllental, das Reintal und das Gatterl noch der Stopselzieher-Klettersteig regulär begehbar. Besonders problematisch sind dabei eingeschneite Klettersteigpassagen, verdeckte Drahtseile sowie spontane Schneerutsche im Steilgelände.
Bergführer und Hüttenwirte raten derzeit ausdrücklich von Gipfelzielen über 2000 Meter ab. Die Kombination aus Neuschnee, eingeschneiten Sicherungen, winterlichen Temperaturen und schlechter Einschätzbarkeit der Verhältnisse macht Touren derzeit nur für sehr erfahrene Alpinisten mit entsprechender Winterausrüstung vertretbar.
Dazu gehören unter anderem:
Steigeisen
Pickel
Wintertaugliche Bekleidung
Erfahrung im Begehen steiler Schneefelder
Sichere Orientierung bei winterlichen Bedingungen
Hat man nicht die entsprechende Erfahrung und/oder Ausrüstung, kann dies schnell in heikle und lebensgefährliche Situationen führen, wie die Rettungseinsätze der Bergwachten an den verschiedenen Routen (hier übers Reintal, hier übers Höllental) in jüngster Vergangenheit eindrucksvoll belegen.
Wann öffnen die Hütten rund um die Zugspitze?
Die Knorrhütte öffnet planmäßig am 14. Mai. Auch die Höllentalangerhütte öffnet am selben Tag wieder ihre Türen. Gleichzeitig werden Höllentalklamm und Stangensteig für die Saison freigegeben. Der Übergang von der Höllentalangerhütte über die Knappenhäuser Richtung Kreuzeck gilt zum Saisonstart als machbar.
Bitte auch dringend bei der Planung berücksichtigen: Die Bahnen im Zugspitzgebiet haben Revisionszeit. Alle Infos und Fahrzeiten findet ihr hier. Bitte bei der Tourenplanung beachten!

Aktuelle Verhältnisse an der Zugspitze. Screenshot der Webcam vom 13. Mai 2026.



1 Kommentar
Kommentar schreibenBei uns, der Alpinschule Garmisch, gibt es heute noch einen Post mit aktuellen Bildern und Videos von der Zugspitze inkl. einer Einschätzung vor Ort.
Ihr dürft also gespannt sein!