Zinalrothorn: Bergsteiger nach Alleingang vermisst
Am 17. August 2026 brachen zwei Bergsteiger von der Rothornhütte auf, um das Zinalrothorn zu besteigen. Kurz vor dem Gipfel verschlechterten sich nach Angaben der Kantonspolizei Wallis die Wetterbedingungen deutlich. Einer der beiden Alpinisten brach die Besteigung daraufhin ab, während sein Begleiter allein in Richtung Gipfel weiterging.
Als der Bergsteiger nach rund einer Stunde noch nicht zurückgekehrt war, alarmierte sein Begleiter die Rettungskräfte. Die von der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO 144) aufgebotenen Einsatzkräfte lokalisierten den Vermissten am 19. August auf dem Gletscher du Mountet. Ein mit einem Helikopter der Air Zermatt eingeflogener Notarzt konnte nur noch den Tod des Alpinisten feststellen.
Zunächst war die Identität des Verstorbenen noch nicht bekannt. In einer Ergänzung vom 31. August teilte die Kantonspolizei Wallis mit, dass der Tote inzwischen formell identifiziert worden sei. Es handelt sich demnach um einen 48-jährigen tschechischen Staatsangehörigen. Die Staatsanwaltschaft hat zur Klärung der genauen Todesumstände eine Untersuchung eingeleitet. Zur Ursache des tödlichen Ereignisses machte die Polizei keine Angaben.
Zinalrothorn: Anspruchsvolle Hochtour über die Rothornhütte
Das Zinalrothorn (4221 m) gilt als einer der schönsten Kletterviertausender des Wallis. Der markante Gipfel besteht aus solidem Gneis und wird von drei Graten geprägt. Die Normalroute führt von der Rothornhütte über den Südostgrat zum Gipfel, anspruchsvoller ist der Südwest- beziehungsweise Rothorngrat. Die Route über den Rothorngrat bietet ausgesetzte Kletterei in hochalpiner Umgebung und setzt entsprechende alpine Erfahrung voraus.
Matterhorn: Alpinist stürzt am Liongrat tödlich ab
Am Matterhorn ist am Sonntag (30. August) ein Bergsteiger tödlich verunglückt. Der Alpinist war gemeinsam mit einem Begleiter über den Liongrat aufgestiegen, als er auf rund 4300 Metern aus bislang ungeklärter Ursache in die Tiefe stürzte. Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Kantonspolizei Wallis gegen 7 Uhr am Sonntagmorgen. Die beiden Alpinisten befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Aufstieg zum 4478 Meter hohen Gipfel.
Auf einer Höhe von rund 4300 Metern kam es zum Absturz. Warum der Bergsteiger in die Tiefe stürzte, ist bislang nicht bekannt. Sein Begleiter setzte unmittelbar einen Notruf ab. Die Kantonale Walliser Rettungsorganisation KWRO 144 setzte daraufhin einen Helikopter von Air Zermatt ein. Die Rettungskräfte flogen zum Unfallort, konnten dort jedoch nur noch den Tod des Bergsteigers feststellen.
Weitere Angaben zum Verunglückten machte die Polizei zunächst nicht. Seine formelle Identifikation war zum Zeitpunkt der Mitteilung noch nicht abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet. Sie soll nun auch klären, wie es zu dem tödlichen Sturz kam. Damit bleibt insbesondere offen, ob beispielsweise ein Fehltritt, äußere Einflüsse oder andere Faktoren eine Rolle spielten. Aus der bisherigen Mitteilung der Behörden lässt sich zur Unfallursache keine Aussage ableiten.
Matterhorn: Über den Liongrat zum Gipfel
Der Liongrat, auch italienischer Grat oder Cresta del Leone genannt, ist einer der klassischen Anstiege auf das 4478 Meter hohe Matterhorn. Er führt von der italienischen Seite auf den Gipfel und folgt weitgehend dem Südwestgrat des Berges. Ausgangspunkt für den Gipfelanstieg ist in der Regel die auf rund 3830 Metern gelegene Carrelhütte. Die Route beinhaltet Kletterpassagen, ausgesetztes Gelände und zahlreiche Fixseile beziehungsweise Taue.
Der Liongrat gilt technisch als anspruchsvoller als der häufig begangene Hörnligrat von Zermatt. Hinzu kommen die große Höhe, die Länge der Tour, Orientierung und schnell wechselnde Bedingungen. Ein Sturz kann in vielen Passagen aufgrund der starken Exposition gravierende Folgen haben. Der aktuelle Unfall ereignete sich nach Polizeiangaben auf rund 4300 Metern und damit bereits im oberen Bereich des Berges. Wo sich der Absturz konkret ereignete, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

