Alex Megos gelingt dritter 9a-Flash
Alex Megos hat in Australien erneut eine schwere Route im ersten Versuch geklettert. Im Klettergebiet Nowra gelang dem 32-Jährigen der Flash von "Baby Cakes" (9a) im Sektor Cheesedale. Damit steht die Route als dritter 9a-Flash in der Karriere des Erlangers zu Buche, nach "Intermezzo XY gelöst" am Plombergstein in Österreich (2021) und "Mr. Big" in Margalef in Spanien (2025).
"Baby Cakes" wurde 2024 von Ryan Sklenica erstbegangen und verbindet die beiden bestehenden Linien "Cheesecake" (9a) und "Little Baby Cheeses" (9a). Die Route verläuft durch ein steiles Dach und verlangt vor allem Kraftausdauer. Eine Besonderheit ist laut Megos eine Campus-Crux, bei der die Schlüsselzüge ohne den Einsatz der Füße gelöst werden.
Vorbereitung zahlt sich aus
Für seinen Flash-Versuch konnte Megos auf die Unterstützung von Ryan Sklenica und George Eddy zurückgreifen. Am Vorabend analysierte er ein Video der Route, am Morgen zeigten ihm die beiden Kletterer nochmals einzelne Passagen.
Auch die Bedingungen spielten eine Rolle: Der Sektor Cheesedale gilt als anfällig für Feuchtigkeit. Laut Megos herrschten an diesem Tag ungewöhnlich trockene Verhältnisse für Nowra.
Alex Megos zählt zur Weltspitze
Megos gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Sportkletterern der Welt. 2013 gelang ihm mit "Estado Crítico" in Siurana der erste Onsight einer Route im Grad 9a. Neben zahlreichen schweren Erstbegehungen, darunter "Bibliography" (9b+) in Céüse, zählt der Deutsche auch bei Flash- und Onsight-Begehungen zu den Ausnahmekönnern der Szene.

2 Kommentare
Kommentar schreibenEcoclimbing findet eben nur auf socialmedia statt, ich wohne im Frankenjura und kenne und sehe niemanden, der mit Öffis an den Fels reist. So ist es beim Megos eben auch, große Reden - wascheinlich auch für den Sponsor - und fliegt trotzdem das ganze Jahr in der Weltgeschichte herum.
Schon beeindruckend, wie kräftig der junge Mann ist. Weder ich noch 99,999 % aller Alpin-Leser dürften ihm das nachmachen können.
Mich irritiert dabei nur eine Sache, geehrte Alpin-Redaktion, ein paar Zeilen unten ist die Nachricht: "Australierin Milly Young stellt neuen Frauenrekord am Matterhorn auf".
Also ein Deutscher fliegt nach Australien, um eine schwere Route zu klettern, eine Australierin in die Schweiz, um mal eben aufs Matterhorn zu rennen. Dann wieder Eis- und Feldstürze aufgrund menschgemachter Klima-Katastrophe und etliche weitere Artikel über ökologisches Verhalten.
Nein, ich will keinen auf Moralapostel machen, aber irgendwie beißt sich das alles, oder? Bruno