Hochkalter, der Nachbar des Watzmann
Einer der höchsten Gipfel Deutschlands, nördlichster Gletscher der Alpen, ein unversicherter Grat über knapp zwei Kilometern, Kletterstellen bis II, über 1800 Höhenmeter Tourenlänge – die Besteigung des Hochkalters ist selbst auf dem Normalweg eine ernstzunehmende Bergtour, die mit Tiefblicken auf das Blaueis auch optisch einiges hermacht.
Dass der Normalweg nicht über die leichteste Route (das Ofental) leitet, liegt an der Blaueishütte. Übernachtet man hier, lässt sich der Anstieg auf zwei moderate Etappen aufteilen. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Kletterfertigkeit, sicheres Wetter und trockener Fels sind absolut notwendig, um die Tour zum gelungenen Erlebnis zu machen.
Über den Normalweg auf den Hochkalter
Gesamtzeit: 6 Std.
Höhenmeter: 960 Hm
Schwierigkeit: Bergtour, schwer
Ausgangspunkt: Parkplatz Seeklause am Hintersee, 790m.
Stützpunkt: Blaueishütte, 1651 m, 2 ½ Std vom Hintersee.
Beste Zeit: Je nach Schneelage Juni / Juli bis September / Oktober.
AV-Karte & Führer: AV-Karte, 1: 25 000, Blatt BY 21, Bayerische Alpen Nationalpark Berchtesgaden – Watzmann; Bernhard Kühnhauser: Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen alpin, Bergverlag Rother, 2011.
Die Route auf den Hochkalter ist eine anspruchsvolle Grattour auf einen der höchsten Gipfel rund um Berchtesgaden. Die Tour kann entweder an einem Tag vom Hintersee aus unternommen werden. Ein Genuss für konditionsstarke Allround-Bergsteiger:innen (1850 Hm, 11 - 12 Std.). Wer es etwas gemütlicher angehen möchte, teilt den langen Anstieg mit einer Übernachtung in der Blaueishütte in zwei etwa gleich lange Etappen.
Hochkalter-Bildergalerie: Schritt für Schritt über den Normalweg
Der Normalweg auf den Hochkalter führt vom Hintersee über die Schärtenalm zur Blaueishütte. Auf einem Steig in die Scharte Schöner Fleck und über den langen Grat (häufig ausgesetzt!) um den Rotpalven und über den Kleinkalter zum Gipfel (diverse leichte Kletterstellen bis UIAA II). Abstieg auf derselben Route. Alternativ kann die Überschreitung mit Abstieg durchs Ofental gemacht werden: eine absolute Paradetour!
Die Ziffern vor den Bildunterschriften sind durchschnittliche Zeitangaben. Braucht man länger als 1,5 Stunden zum "Schönen Fleck", sollte besser auf die Tour verzichtet werden. Im Schritt für Schritt findet ihr alle Schlüsselstellen der Tour im Bild:
Hochkalter: Hütten auf dem Weg
Blaueishütte , 1651 m, DAV, Mitte Mai – Mitte Oktober, Tel. +49 8657 271, blaueishuette.de
Schärtenalm, 1362 m, privat, begrenzte Übernachtungsmöglichkeiten, Mitte Mai – Anfang Oktober, Tel. +49 08657 983585

Traumhaft liegt die Blaueishütte mit Blick auf den gleichnamigen Gletscher und die umliegenden Gipfel. Der Kaiserschmarrn dort ist ein Gedicht sein!





1 Kommentar
Kommentar schreibenSchöner wird die Runde früh im Jahr, wenn man übers Blaueis aufsteigt und den Normalweg runter geht, wunderbare Runde, allerdings dank Klimawandel zZt max bis Ende Juni machbar bzw schön.
Machts solange das noch geht.