Anspruchsvoll und bestechend schön

Nadelgrat über Saas-Fee: Vier Viertausender an einem Tag

Sehnsuchtsziel über Saas-Fee: Wie kaum eine andere Gebirgskette fädelt der Nadelgrat vier Perlen von Viertausendern aneinander. Ein Grat, der durch seine Länge und Eleganz besticht – bis man den Faden verliert.

Während die Morgensonne flach ins Saaser Tal wandert, geht‘s hoch oben dem Nadelhorn entgegen. Wind frischt auf, da verschwinden Hände und Kinn in den Tiefen des Anoraks.
© Andreas Lattner-Czerny

Alpinbase Saas-Fee: Schweizer Bergdorf umrahmt von 13 Viertausendern

Saastal, kurz nach Mitternacht. Das letzte Postauto des Tages windet sich durch die Kurven zu seiner finalen Destination: Saas-Fee, ein autofreies, dafür pistenreiches Schweizer Bergdorf im Wallis. Selbst in dieser Julinacht strömt uns Aprés-Ski- Flair entgegen. Musik, Gelächter und Gläserklirren vernehmen wir dort und da, doch die eigentlichen Nachtschwärmer sind mein Partner Andi und ich.

Einkehren werden wir aber frühestens 1500 Höhenmeter und vier Stunden weiter oben, in der Mischabelhütte. Der einzige Rausch, dem wir verfallen werden: dem der Höhe. Eine untypische Zeit zum Aufbrechen, gewiss. Doch der nächste Bus verkehrt zu spät am Morgen – also entscheiden wir uns für zu früh. Saas-Fee, das muss man freilich erst einmal bei Tag gesehen haben. Umrahmt von alpiner Prominenz – stolze 13 Viertausender! 

<p>Mit Freude und Fokus im Firn des Stecknadeljochs.</p>

Mit Freude und Fokus im Firn des Stecknadeljochs.

© Andreas Lattner-Czerny
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Text von Marlies Lattner-Czerny

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