"Ich wollte so wie ein Ferrari sein!"

Paradiesvogel und Ultraläufer René Claußnitzer im Interview

René Claußnitzer ist anders. Im Interview verrät der Garmischer, warum er nicht trainiert, trotzdem aber beim Zugspitz Ultratrail 160 km und über 8000 Höhenmeter rennt. "Master Goodvibe", so nennt sich der gebürtige Sachse, hat keinen Trainingsplan und liebt Pizza, Pommes und Schwarzwälder Kirschtorte. Und er zieht nur das an, was ihm taugt.

Trailrunner René Claußnitzer im Interview
© Archiv René Claußnitzer

René Claußnitzer: Vom Langläufer zum Ultratrail-Läufer

2025 wurdest du Dritter beim Zugspitz Ultratrail in Garmisch. Für die 164 km und über 8300 Höhenmeter hast du gut 25 Stunden gebraucht. Respekt! Wie kamst du überhaupt zum Sport?

Ich konnte mich dagegen eigentlich gar nicht wehren. In meiner Familie waren alle sportlich. Meine Oma, mein Opa und mein Onkel waren Sportlehrer, meine Eltern im örtlichen Sportverein im Erzgebirge verwurzelt. Ich weiß gar nicht, ob es bei uns in der Familie überhaupt jemanden gab, der etwas anderes gemacht hat.

Und wann ging's los? Mit drei Jahren?

Mit zwei! Noch bevor ich laufen konnte, stand ich auf den Brettern. Alle Kids gingen in die Krippe, ich auf die Loipe.

<p>René war schon früh Style-Minister.</p>

René war schon früh Style-Minister.

© Archiv René Claußnitzer

Skilanglauf war 15 Jahre lang deine große Leidenschaft. Viermal pro Woche Training, jedes Wochenende Wettkampf. Einigermaßen erfolgreich?

Einigermaßen. Ich habe bei meinen Eltern in Holzhau noch ein paar Kisten rumstehen. Dort sind bestimmt 250, 300 Medaillen und jede Menge Pokale verstaut. Ich wurde Sachsenmeister und was weiß ich noch alles. Dann war es von einem auf den anderen Tag vorbei. So, als hätte jemand das Licht ausgemacht.

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Text von Andreas Haslauer

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