100-Meter-Sturz am Nordwestgrat

Tödlicher Absturz an der Liebenerspitze: Skitourengeher stirbt

Ein Skibergsteiger ist am 5. März 2025 am selten begangenen Nordwestgrat auf die Liebenerspitze bei Obergurgl tödlich abgestürzt. Der Mann war alleine unterwegs, weshalb er erst zwei Tage nach dem Unglück gefunden wurde.

Tödlicher Absturz an der Liebener Spitze: Skitourengeher stirbt (Symbolbild, keine aktuellen Verhältnisse!)
© IMAGO / Ulrich Wagner

Tödlicher Absturz an der Liebenerspitze: Skitourengeher stirbt

Die Polizei wurde am 7. März 2025 von Angehörigen des 68 Jahre alten Östereichers verständigt, die den Mann seit dem 5. März nicht mehr erreicht hatten. Der Vermisste hatte für diesen Tag eine Solo-Skitour auf die Liebenerspitze geplant, war von dieser jedoch nicht zurückgekommen. Bei einem Suchflug entdeckten Alpinpolizisten einen leblosen Punkt am Fuß einer Felspassage unterhalb des Nordwestgrats.

Vor Ort wurde festgestellt, dass es sich um den Vermissten handelte. Dieser war offenkundig beim Begehen des Grats abgestürzt und etwa 100 Meter in die Tiefe gefallen. Dabei hatte sich der Mann tödliche Verletzungen zugezogen. Die Ermittler fanden die Tourenski und den Rucksack am Skidepot auf knapp 3200 Metern.

Der Verstorbene wurde mit dem Polizeihubschrauber geborgen und ins Tal gebracht.

Über die Skitour auf die Liebenerspitze (3399 m)

Die Liebenerspitze über Obergurgl ist ein anspruchsvoller Skitourengipfel für erfahrene Winterbergsteiger. Ohne Bergbahnunterstützung müssen etwa 1500 Hm im teils sehr steilen Gelände (mehr als 40 Grad) bewältigt werden. Da der spaltenreiche und von Eislawinen bedrohte Gaisbergferner überquert werden muss, empfehlen sich dringend die Mitnahme von Hochtourenausrüstung und ein zügiges Vorankommen. Üblicherweise wird der Gipfel über den breiten und leichteren Gipfelhang bestiegen. Ein Skidepot ist nur für die letzten Meter erforderlich. Abfahrt in der Regel wie Aufstieg.