Alpine Notlagen bei Innervillgraten und am Arlberg

250 Meter mitgerissen: Skitourengeher hat Glück im Unglück

Bei angespannter Lawinenlage kam es am vergangenen Wochenende (15.-16 März 2025) zu mehreren Unfällen: Am Blankenstein über Innervillgraten wurde ein Skitourengeher von einem Schneebrett mitgerissen, in Pettneu am Arlberg musste ein Skitourengeher aufgrund von Verletzungen nach einem Sturz gerettet werden.

250 Meter mitgerissen: Skitourengeher hat Glück im Unglück (Symbolbild, keine aktuellen Verhältnisse!)
© IMAGO / Depositphotos

15. März 2025 | Alpine Notlage am Blankenstein

Am Unfalltag war eine fünfköpfige Skitourengruppe gegen 9:15 Uhr von Innervillgraten zu einer Skitour Richtung Blankenstein (2483 m) aufgebrochen. Gegen 11:20 Uhr löste sich etwa 100 Meter unterhalb des Gipfels ein 20-25 Meter breites Schneebrett, das einen der Tourengeher erfasste, 250 Meter mitriss und verschüttete. Lediglich der ausgelöste Lawinenairbag blieb an der Oberfläche, wodurch die Begleiter ihren Kameraden glücklicherweise sofort lokalisieren und ausgraben konnten.

Die alarmierten Rettungskräfte bargen den Verunfallten mittels Tau und flogen ihn mit Verletzungen unbestimmten Grades nach Lienz. Seine vier Begleiter blieben unverletzt und fuhren eigenständig ins Tal ab. Die gesamte Gruppe war laut Polizeibericht mit angemessener Notfallausrüstung ausgestattet. Im Einsatz befanden sich die Bergrettung Sillian mit 20 Kräften, die Besatzung des NAH "Martin 4" und die Alpinpolizei Lienz.

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15. März 2025 | Alpinunfall über Pettneu am Arlberg

Zwischen dem 11. und dem 15. März 2025 befand sich ein 32 Jahre alter Bergführer gemeinsam mit vier Gästen auf einer Skidurchquerung vom Stubaital nach Pettneu. Am Tag des Unfalls war die Gruppe zunächst von Pfunds nach Samnaun aufgebrochen, um dort über die Heidelberger Hütte nach Ischgl abzufahren. Vom Tal ging es weiter nach Kappl, da sie geplant hatten, über die Lattejochabfahrt ins Malfontal und von dort schließlich nach Pettneu am Arlberg abzufahren.

Gegen 15:20 Uhr stürzte ein 64 Jahre alter Gast in der Abfahrt vom Lattejoch über einen Stein, wobei er sich talwärts überschlug und Verletzungen unbestimmten Grades erlitt. Da der Bergführer mangels Handyempfangs keinen Notruf absetzen konnte, musste er zunächst nach Pettneu abfahren. Der Verunfallte wurde mit dem Rettungshellitopter Robin 3 ins Krankenhaus nach Zams geflogen.

Die restlichen Gruppenmitglieder wurden von der Besatzung der Polizeihubschraubers geborgen und nach St. Anton am Arlberg gebracht.

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