Hüttenschließung mangels Wasser@(zwischenHeadlineTag)>
Dass Hütten aufgrund von Wassermangel ihre Pforten schließen müssen, war in den letzten Jahren infolge der warmen Sommer häufiger der Fall. Ein bekanntes Beispiel: Die Neue Prager Hütte am Großvenediger, auch mehrere Hütten am Montblanc mussten in den letzten Jahren bereits im August schließen. Dass eine Hütte im Winter aufgrund Wassermangels und versiegender Quellen schließen muss, ist allerdings neu. So geschehen aktuell bei der Edelrautehütte in der Steiermark.
Beliebtes Ausflugsziel muss schließen@(zwischenHeadlineTag)>
Die Edelrautehütte liegt auf 1725 Metern in den Rottenmanner Tauern in der Steiermark und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Die ganzjährig bewirtschaftete Berghütte wird normalerweise auch im Winter von Rodlern und Skitourengehern gut besucht. Gipfelziele sind der Große Bösenstein (2448 m), die Sonntagskarspitze (2350 m) oder der Große Hengst (2159 m).
Doch dieses Jahr läuft einiges anders: Bereits vor drei Wochen musste der Betrieb der Rodelbahn eingestellt werden. Skitouren machten aufgrund des wenigen Schnees auch keinen Sinn mehr. Letztes Wochenende dann das Aus: "Leider haben wir kein Trinkwasser mehr. Unsere Quelle ist aufgrund der Trockenheit versiegt", schreibt das Team der Edelrautehütte auf Facebook.
Das Haus musste schließen und die Wintersaison schon weit vor Ostern beenden. Dabei halfen auch die Niederschläge am Wochenende nicht.
Unterdurchschnittliche Niederschläge im Winter 24/25@(zwischenHeadlineTag)>
Statt durchschnittlich 275 Millimeter Niederschlag im Winter 23/24 gab es laut Statista in Österreich in dieser Wintersaison nur 106 mm Niederschlag. Dies bekamen auch die Wintersportler zu spüren: Die Skitourensaison hat sich schon früh in die hohen Lagen der Alpen verschoben, Skigebiete reduzierten schon nach den Faschingsferien ihr Angebot oder schlossen wie derzeit in Südtirol gleich ihre Pforten für die Saison.
Der meteorologische Winter 2024/25 – von Dezember bis Februar – war in Österreich außergewöhnlich trocken. "Sehr oft gab es in diesem Winter Hochdruckwetterlagen, die Tiefdruckgebiete in den Norden oder Süden Europas ablenkten", erklärt Alexander Orlik von der Geosphere Austria gegenüber dem Standard. Das Resultat: "Über die gesamte Fläche Österreichs gesehen brachte der meteorologische Winter 2024/25 um 45 Prozent weniger Niederschlag als ein durchschnittlicher Winter. Es war der trockenste Winter seit 28 Jahren – seit dem Winter 1996/97 – und einer der zehn trockensten Winter der Messgeschichte."
Mehrere Wetterstationen der Geosphere Austria verzeichneten in diesem Winter historische Tiefstwerte in Bezug auf Niederschlag und Schneemenge. So wurde an der Wetterstation bei der Rudolfshütte in den Hohen Tauern (2317 m) in diesem Winter eine maximale Schneehöhe von 104 Zentimetern gemessen (29. Jänner). Das ist hier der niedrigste Wert seit Beginn der Messreihe im Jahr 1963. Die höchste Schneehöhe eines Winters lag bei der Rudolfshütte bei 385 Zentimetern im Winter 1998/1999.
Berghütten in Bedrängnis: Klimawandel und Wassermangel@(zwischenHeadlineTag)>
Der Klimawandel erfordert bei den abgeschiedenen Lagen der Alpenvereinshütten besondere Maßnahmen: Gerade für Duschen und Toiletten werden große Mengen Wasser benötigt. Die erste Maßnahme ist oft: Das Abstellen der Duschen bei betroffenen Hütten.
Bei den WCs gilt die Umrüstung auf Trockentoiletten als geeignete Maßnahme, um Wasser zu sparen. Die Umrüstung ist aber natürlich nicht kurzfristig möglich und bringt erhebliche Kosten mit sich. Zudem benötigen Trockentoiletten mehr Platz als die bisherige Lösung.



2 Kommentare
Kommentar schreibenGeo Engineering die Ursache?
Wasservorräte mit Tanks machen.
Musste auch in Schweizer Hütten mit Erfolg gemacht.