Außerdem: Saisonstart an der Annapurna

Rückkehr einer Legende: Denis Urubko plant neue Route am Nanga Parbat

Diese Nachricht kam überraschend: Das Portal explorersweb.com vermeldet ein neues Projekt von 8000er-Legende Denis Urubko. Der polnisch-kasachische Alpinist ist der 15. Mensch, dem die Besteigung aller Achttausender gelungen ist.

Rückkehr einer Legende: Dennis Urubko plant neue Route am Nanga Parbat
© Instagram/Dennis Urubko

Rückkehr einer Legende: Denis Urubko plant neue Route am Nanga Parbat

Wie das Portal vermeldet, plant Urubko für Juni eine neue Route am Nanga Parbat. Doch damit nicht genug: Der 51-Jährige will sich in der nächsten Wintersaison auch an Besteigungen von Broad Peak und Gasherbrum I wagen. Zuletzt hatte sich Urubko bei einer versuchten Winterbesteigung des Gasherbrum I starke Erfrierungen zugezogen, die ihn zum vorläufigen Abbruch des Projekts gezwungen hatten.

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Denis Urubko am Gasherbrum.

© Instagram/Denis Urubko

Laut einem TV-Bericht will der Profibergsteiger im Mai zum Nanga Parbat aufbrechen, um dort eine neue Route auf der Diamir-Seite des Bergs zu eröffnen. "Es wird eine authentische neue Route sein, keine Variante, die als eigenständige Route präsentiert wird", sagte Urubko während eines Vortrags im italienischen Terni und gab an, im Alpinstil aufsteigen zu wollen.

Über Dennis Urubko

Denis Urubko ist der 15. Mensch, der alle Achttausender ohne zusätzlichen Sauerstoff oder Sherpa-Unterstützung bestiegen hat. Auch zwei Winter-Erstbesteigungen gehen auf das Konto des Alpinisten: Den Makalu erreichte er gemeinsam mit Simone Moro, den Gasherbrum II bestieg er mit Moro und Cory Richards. Doch damit ist noch nicht Schluss: Urubko hat neue Routen auf der extrem schwierigen Südseite des Cho Oyu, an Manaslu, Broad Peak und Gasherbrum II (solo!) eröffnet.

Bekannt ist der Alpinist auch für seine große Hilfsbereitschaft, er war an zahlreichen Rettungsaktionen im Himalaja maßgeblich beteiligt. Eine von ihnen brachte ihm besondere internationale Anerkennung ein: 2018 brachen er und der Pole Adam Bielecki eine Winterbesteigung am K2 ab und eilten zum Nanga Parbat, um die fast unmögliche Rettung von Tomasz Mackiewicz und Elisabeth Revol zu versuchen. Es gelang ihnen, Revol zu retten.

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Lang ist's her: Simone Moro, Reinhold Messner und Denis Urubko im Jahr 2011.

© IMAGO / Milestone Media

Saisonstart an der Annapurna

Bereits in vollem Gange sind die Vorbereitungen für die Frühjahrssaison. An der Annapurna (8091 m) hat das Sherpa-Team die Installation der Fixseile zwischen Lager 2 und Lager 3 abgeschlossen. Die ersten kommerziellen Expeditionen sollen bereits am Mittwoch in Richtung der Hochlager aufbrechen. Die Anbieter rechnen derzeit mit einer Rekordzahl an Kunden.

Obwohl das nepalesische Tourismusministerium noch keine Liste der Genehmigungen veröffentlicht hat, werden laut "The Himalayan Times" mindestens 70 ausländische Kunden erwartet. Da mindestens die gleiche Anzahl einheimischer Guides und Bergsteiger vor Ort sein wird, wird es an der Annapurna wohl zum ersten Mal mehr als 100 Gipfelaspiranten in einer Saison geben. Die bisherige Höchstzahl liegt laut der Himalayan Times bei 83 Menschen (Frühjahr 2023).

Das liegt wohl auch am Jubiläum: Heuer jährt sich der Tag der Annapurna-Erstbesteigung durch Maurice Herzog und Louis Lachenal zum 75. Mal. Damals gelang der Seilschaft eine Weltsensation, galten die 8000er bis zu diesem bahnbrechenden Erfolg doch als "unbezwingbar".

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