- Update vom 09. April 2025 | Reanimierter Tourengeher im Krankenhaus verstorben
- Meldung vom 03. April 2025 | Lawinenunglück im Montafon: Ein Mann muss wiederbelebt werden
- Glück im Unglück: Atemhöhle im Schnee
- Lawinenunfall bei Obertauern: Freerider über einen Meter tief verschüttet
- Lawinenabgang über Sölden: Solo-Skitourengeher verschüttet
Update vom 09. April 2025 | Reanimierter Tourengeher im Krankenhaus verstorben@(zwischenHeadlineTag)>
Der Tourengeher, der am 02. April von einer Lawine unweit der Saarbrücker Hütte verschüttet worden war (siehe Meldung unten), ist laut Behörden im Klinikum verstorben. Der Mann war 80 Zentimeter tief verschüttet, nach 15 Minuten ausgegraben und nach einer Reanimation ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen worden. Dort ist er nun seinen schweren Verletzungen erlegen.
Meldung vom 03. April 2025 | Lawinenunglück im Montafon: Ein Mann muss wiederbelebt werden@(zwischenHeadlineTag)>
Die Lawine hatte sich laut Meldung des ORF am Mittwoch (2. April 2025) gegen 10:45 Uhr unweit der Saarbrücker Hütte gelöst und zwei Personen einer vierköpfigen Skitourenruppe aus Vorarlberg erfasst. Die drei Männer und eine Frau waren laut Bericht erfahrene Tourengeher, die zum Unfallzeitpunkt vom Vermuntstausee kommend über das Kromertal in Richtung Lobturm hatten aufsteigen wollen.
Wie die Polizei mitteilt, hielten die einzelnen Personen je einen Abstand von 20 Metern zueinander ein. In einem steilen Hang unterhalb des felsdurchsetzten und steil abfallenden Lobturms warteten die beiden vorausgehenden Personen auf die nachkommenden Begleiter. Diese hatten jedoch Setzungsgeräusche der Schneedecke wahrgenommen und beschlossen daraufhin, umzukehren. Als eine der beiden Personen versuchte, sich aus dem Hang herauszubewegen, löste sie ein Schneebrett aus.
Beide im Hang befindlichen Tourengeher wurden erfasst und mitgerissen. Eine Person wurde bis auf eine Hand totalverschüttet, mit der sie ihren Kopf eigenständig freigraben konnte. Das zweite Lawinenopfer wurde 80 Zentimeter tief begraben. Die beiden unbeteiligten Gruppenmitglieder setzten umgehend einen Notruf ab und begannen mit der Suche nach ihren Kameraden. Nach etwa 15 Minuten hatten sie den totalverschütteten ausgegraben und reanimierten ihn bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. Die Person wurde ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen.
Glück im Unglück: Atemhöhle im Schnee@(zwischenHeadlineTag)>
"Eine Person wurde komplett verschüttet und eine Person wurde zum Teil verschüttet", bestätigte Rainer Merk, Einsatzkraft bei der Bergrettung Partenen gegenüber dem ORF Vorarlberg. "Als wir mit dem Rettungshubschrauber Robin 1 angeflogen sind, hat sich die eine Person gerade selbst ausgegraben und die zweite Person war total verschüttet, hatte aber eine Atemhöhle in der Lawine." Die unverletzten Kameraden hätten dem Mann das Leben gerettet, so Merk.
Laut ORF sei der Zustand des Tourengehers Stand Mittwoch stabil, das zweite Lawinenopfer hatte lediglich eine leichte Unterkühlung davongetragen. Zum Unfallzeitpunkt war für die Region erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3) ausgegeben.

Lawinenunfall bei Obertauern: Freerider über einen Meter tief verschüttet@(zwischenHeadlineTag)>
Am gleichen Tag hatte sich auch bei Obertauern ein Lawinenunfall mit Personenbeteiligung ereignet. Dabei war ein Freerider verschüttet und verletzt worden. Gegen 13 Uhr hatten laut Bergrettung zwei Personen auf etwa 2150 Metern im Bereich der alten Zehnerkar-Bergstation eine Lawine ausgelöst. Einer der beiden Freerider, ein 45 Jahre alter Mann, wurde mehr als einen Meter tief verschüttet.
Sein 30 Jahre alter Begleiter konnte den Verunfallten lokalisieren und ausgraben. Beide Männer konnten selbstständig ins Tal abfahren. Auch bei Obertauern war für den Unfalltag erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3) gemeldet. Laut Bergrettung hatte das Schneebrett eine Anrisshöhe von 1,50 Meter, war 150 bis 200 Meter breit und 350 bis 400 Meter lang.
"Jeder sollte sich auch bewusst sein, dass die Sicherheit der Einsatzkräfte vorgeht und wir selbst in Zeitnot zuvor eine Risikomanagement-Abwägung durchführen, bevor wir – so wie heute – in 40 Grad steiles Gelände in Einsatz gehen", äußerte sich Michael Koch, Einsatzleiter der Bergrettung Obertauern gegenüber salzburg24.at. Er appellierte an Tourengeher, sich derzeit im steilen Gelände zurückzuhalten und eine umfassende Tourenplanung zu machen.
Im Einsatz standen über 40 Einsatzkräfte, darunter Bergretter aus Obertauern und Radstadt, drei Hundeführer der Bergrettung, Alpinpolizei, zwei Hubschrauberteams, Liftmitarbeiter, zwei Ärzte und Mitarbeiter des Roten Kreuzes.
Lawinenabgang über Sölden: Solo-Skitourengeher verschüttet@(zwischenHeadlineTag)>
Auch bei Sölden kam es am gleichen Tag zu einem Lawinenunfall: Unweit des Giggijochs war gegen 11 Uhr ein Schneebrett im freien Gelände abgegangen, während sich ein Skitourengeher gerade im Aufstieg zum Roßkirpl befand. Der 28-jährige, gut ausgerüstete Mann war laut Polizei alleine unterwegs, als ihn die Lawine erfasste.
Er konnte im Fall noch seinen Lawinenairbag auslösen, der laut Polizei womöglich eine Totalverschüttung verhinderte. Der Verunfallte wurde 70 cm teilverschüttet, konnte sich jedoch nicht eigenständig befreien. Mitarbeiter der Pistenrettung befreiten den Verunfallten aus den Schneemassen. Er wurde im Anschluss mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Krankenhaus Zams geflogen. Auch bei Sölden hatte zum Unfallzeitpunkt erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3) geherrscht.


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