Erschöpft den Notruf gewählt

60 Zentimeter Neuschnee und Nebel: Rettungseinsatz am Großglockner

Am 10. Mai 2025 war eine zwölfköpfige Gruppe auf dem Weg zum Großglockner, als einer der Bergsteiger über Schmerzen klagte und gerettet werden musste.

60 cm Neuschnee und Nebel: Rettungseinsatz am Großglockner (Symbolbild)
© IMAGO / Depositphotos

60 Zentimeter Neuschnee und Nebel: Rettungseinsatz am Großglockner

Die Bergsteigergruppe aus Polen war bereits am Vortag angereist und um 4 Uhr morgens vom Parkplatz "Lucknerhaus" in Richtung Ködnitzkees aufgebrochen. Alle 12 Personen waren mit Steigeisen ausgerüstet, jedoch ohne Tourenski. Da es zuvor etwa 60 Zentimeter Neuschnee gegeben hatte und entsprechende Spurarbeit nötig war, kam die Gruppe nur langsam voran.

Weil sich Kondition und Fähigkeiten der Gruppenteilnehmer als nicht homogen erwiesen, teilten sich die 12 Bergsteiger schließlich in zwei Gruppen auf. Laut Polizeibericht befand sich unter den schwächeren Gehern ein 44-Jähriger, der im weiteren Aufstieg über stärker werdende Schmerzen klagte. Schließlich konnte der Mann nicht mehr weitergehen und setzte den Notruf ab.

Wie die Alpinpolizei berichtet, herrschte im Einsatzgebiet zu diesem Zeitpunkt noch dichter Nebel, weshalb die Leitstelle Tirol zusätzlich einen Polizeihubschrauber und die Bergrettung Kals alarmierte. Schnell konnten die Einsatzkräfte den erschöpften Mann auf dem Ködnitzkees lokalisieren und ins Tal transportieren. Im Einsatz stand die Bergrettung Kals mit fünf Personen, der Polizeihubschrauber "Libelle Kärnten" sowie eine Polizeistreife.

Über den Normalweg auf den Großglockner (3798 m)

Der Normalweg auf den Großglockner (II, 40 Grad, PD+) ist eine anspruchsvolle Hochtour mit Start an der Stüdlhütte oder der Adlersruhe. Die Schwierigkeit der Route variiert je nach Bedingungen. An Schönwetterwochenenden herrscht reger Betrieb am höchsten Gipfel Österreichs, was oftmals zu langen Wartezeiten und Staus führt. Nur äußerst erfahrene und konditionsstarke Bergsteiger schaffen die Tour an einem Tag. Berg- und Hochtourenausrüstung erforderlich!

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