130-Meter-Sturz

Bei Grattour verunglückt: Bergsteiger am Schrankogel tödlich abgestürzt

Am 26. August 2025 ist ein Bergsteiger am Schrankogel tödlich verunglückt.

Blick vom Schrankogel auf Schwarzenbergferner, Alpeiner Ferner und Ruderhofspitze.
© IMAGO / Volker Preußer

Bei Grattour verunglückt: Bergsteiger am Schrankogel tödlich abgestürzt

Laut Polizeibericht war der Deutsche am Südwestgrad des Bergs aus unbekannter Ursache tödlich verunglückt und war ca. 130 Meter abgestürzt. Ein zweiter unbeteiligter Bergsteiger hatte den Unfall beobachtet und wählte den Notruf.

Zeitnah konnten die alarmierten Retter den Abgestürzten per Hubschrauber lokalisieren. Bei dem 62-Jährigen angekommen, konnten sie jedoch nur mehr dessen Tod feststellen. Die Leiche wurde mit dem Polizeihubschrauber geborgen. Durch die zuständige Staatsanwaltschaft wurde eine Obduktion angeordnet.

Unvergletscherte Tour in Hüttennähe: Der Südwestgrat auf den Schrankogel

Der 3497 Meter hohe Schrankogel erhebt sich beeindruckend über der Amberger Hütte in den Stubaier Alpen. Beliebt ist die Route mit 1400 Hm (ab der Hütte) vor allem bei Solo-Bergsteigern, die eine Gletscherberührung vermeiden wollen. Zwei Wege führen auf den Dreitausender, die beide markiert sind. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Erfahrung im Blockgelände sind allerdings Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Begehung.

Im oberen Bereich des Anstiegs muss immer wieder Hand an den Fels gelegt werden. Zudem muss bis in den Sommer hinein im Gipfelbereich mit Altschneefeldern gerechnet werden.