Zugspitze: 35 Einsätze der Bergwacht in zwei Wochen
Die Bilanz der Bergwacht Grainau für die vergangenen zwei Wochen erschreckt sogar Bereitschaftsleiter Toni Vogg. "Das ist ja Wahnsinn", kommentierte er die Zahl der Rettungseinsätze in den vergangenen 14 Tagen der Sommerferien. Schlagzeilen gemacht hatte vor allem der tödliche Absturz am äußerst schwierigen Jubiläumsgrat zwischen Zugspitze und Alpspitze, doch die meisten Unfälle und Einsätze finden in weitaus tieferen Lagen am "Top of Germany" statt.
Von Telefonberatungen nach verpasster Bergbahn über Fragen nach den Kosten einer Rettung bis zu "kuriosen" Einsätzen sei diesen Bergsommer alles dabei, berichtete Vogg dem Merkur. Dass jedoch "nur mehr Deppen vom Berg geholt" werden müssen, wie es besonders auf Social Media häufig kommentiert wird, könne und wolle er nicht bestätigen. Dass sich jedoch besonders die Einsätze auf der Höllental-Route hinauf zur Zugspitze häufen, sei Fakt.
"Wenn das Wetter so bleibt, erleben wir ein Rekordjahr"
Zuletzt hatten die Retter an einem Tag gleich mehrfach ausrücken müssen, laut Vogg "ein verrückter Tag". Viele der Notlagen ereigneten sich im Bereich des Höllentalferners: Auf dem mittlerweile nahezu vollständig aperen Aufstiegsweg seien viele der Berggeher überfordert, Steigeisen habe nicht jeder im Gepäck. Anfang Juli etwa war ein Solo-Bergsteiger sogar kopfüber in einer Gletscherspalte gelandet. Der Mann hatte Glück im Unglück und konnte gerettet werden.
Der Einsatzleiter der Bergwacht Grainau rechnet mit weiteren Einsätzen, sobald sich das Wetter wieder bessert und die sommerlichen Temperaturen zurückkehren. "Wenn das Wetter so bleibt, erleben wir ein Rekordjahr", sagte er dem Merkur.


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