- Piolet d'Or: Liste mit 74 herausragenden alpinistischen Leistungen veröffentlicht
- Simon Gietl und Martin Feistl auf der Liste!
- Kilian Jornet ausgezeichnet, Sean Villanueva O’Driscoll dreifach im Rennen
- Besondere Erwähnung für weibliche Expeditionen
- Jetzt heißt es: Warten auf die Verkündung der Preisträgerinnen und Preisträger
Piolet d'Or: Liste mit 74 herausragenden alpinistischen Leistungen veröffentlicht@(zwischenHeadlineTag)>
Insgesamt wurden heuer 74 Klettertouren aus 14 Regionen weltweit gelistet: vom Himalaja über Grönland und Südamerika bis zu China. Alle ausgewählten Projekte zeichnen sich durch einen innovativen, minimalistischen und alpinen Stil aus. Dennoch weisen die Experten darauf hin, dass nicht alle auf der Liste genannten Begehungen für den Piolet d'Or infrage kommen. Eine Expedition wird z. B. dann ausgeschlossen, wenn währenddessen Alpinisten ums Leben kamen.
Dazu gehört etwa die extrem risikoreiche Erstbegehung am Langtang Lirung im Jahr 2024 durch Marek Holecek (Tschechien) und Ondrej Husherka (Slowakei). Beide erreichten noch erfolgreich den Gipfel, jedoch stürzte Husherka im Abstieg in eine Gletscherspalte und verstarb.
Neben den 74 herausragenden Projekten hat das Komitee auch die Namen der Juroren veröffentlicht. Es handelt sich 2025 um Ines Papert (Deutschland), Ethan Berman (USA), Aymeric Clouet (Frankreich), Young Hoon Oh (Südkorea), Enrico Rosso (Italien), Jack Tackle (USA) und Mikel Zabalza (Spanien). Die Jury wird gemeinsam aus der veröffentlichten Liste die Gewinnerinnen und Gewinner auswählen.
Simon Gietl und Martin Feistl auf der Liste!@(zwischenHeadlineTag)>
Für Fachleute kaum überraschend ist Nepal mit 16 Begehungen Spitzenreiter unter den Ländern, in denen nominierte Besteigungen stattfanden. Vor Pakistan und Südamerika folgten auf Platz zwei die europäischen Alpen. Dort wurden insgesamt neun Projekte nominiert, darunter Erstbegehungen in Tirol, Norditalien sowie den Westalpen. Martin Sieberer und Seilpartner Lukas Waldner wurden für ihre beeindruckende Erstbegehung von "Direttissima" (800m, AI6 M7) in der Schrammacher-Nordwand gelistet.
Aufhorchen lassen sollte auch das Projekt von Simon Gietl und dem mittlerweile verstorbenen deutschen Alpinisten Martin Feistl. Ihnen war im Februar 2024 die Eröffnung von "Aura" (1000 m, AI5 M6) am Langkofel gelungen. Feistl hatte bereits bereits für die Erstbegehung von "Stalingrad" an der Grubenkarspitze im Karwendel mit David Bruder eine Erwähnung erhalten.
Kilian Jornet ausgezeichnet, Sean Villanueva O’Driscoll dreifach im Rennen@(zwischenHeadlineTag)>
In der neu geschaffenen Kategorie "Performance in den Alpen" wurden zwei Langstrecken-Ausdauerleistungen ohne motorisierte Hilfe ausgezeichnet: Zum einen die Verbindung aller 4000er der Alpen in 19 Tagen durch Kilian Jornet. Die zweite gelistete Leistung ist die Überschreitung "Drus-Droites-Grandes-Jorasses" durch Benjamin Védrines und Léo Billon. Die Einführung dieser neuen Ehrung soll laut Jury dem Trend des puristischen Speedbergsteigens Rechnung tragen.
Gleich dreifach (!) genannt wird Sean Villanueva O’Driscoll, zum einen für die erste freie Begehung von "Riders on the Storm" am Torre Central del Paine, für eine neue Route an der Mirror Wall in Grönland und für seine Solo-Überschreitung der vier Gipfel des Torres del Paine. Ebenfalls drei Nominierungen sicherte sich der im deutschsprachigen Raum eher unbekannte Franzose Baptiste Obino. Dem "Guide de Haute Montagne" gelangen äußerst fordernde Erstbegehungen am Barre des Écrins und an der Petit Dru.
Besondere Erwähnung für weibliche Expeditionen@(zwischenHeadlineTag)>
Erst vor Kurzem hat das Komitee die Kategorie "Besondere Erwähnung" speziell für Frauenexpeditionen ins Leben gerufen, mit der weiblicher Alpinismus gefördert werden soll. Mehrere Teams sind mit Projekten auf der großen Liste vertreten, doch die Jury hat bereits ihre Wahl für die beste Frauenexpedition des vergangenen Jahres offziell verkündet:
Die beiden Sloweninnen Anja Petek und Patricija Verdev werden für ihre Erstbegehung von "Here Comes the Sun" (2000 m, M6+ AI5+) auf den 6243 Meter hohen Lalung I im indischen Himalaja geehrt. Petek und Verdev meisterten als Teil einer vierköpfigen Frauenexpedition den äußerst anspruchsvollen Ostgrat des Berges über einen Zeitraum von fünf Tagen.

Anja Petek und Patricija Verdev während der Erstbegehung von "Here Comes the Sun".
Jetzt heißt es: Warten auf die Verkündung der Preisträgerinnen und Preisträger@(zwischenHeadlineTag)>
In den letzten Jahren wurden die Preisträger des Piolet d’Or sowie die mit dem "Walter Bonatti Lifetime Award" ausgezeichnete Person bereits vor der Zeremonie veröffentlicht. Die Bekanntgabe der Gewinner wird deshalb erneut für die kommenden Wochen erwartet. Die Verleihung findet vom 9. bis 12. Dezember erneut in San Martino di Castrozza in den Dolomiten statt.
Hier könnt ihr die vollständige Liste aller Begehungen ansehen:

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