36 Kilogramm schwerer Hund an einer seilversicherten Passage abgestürzt und blockiert@(zwischenHeadlineTag)>
Der Hundeführer, der den fremden Labrador regelmäßig mit in die Berge nimmt, konnte die absturzgefährliche Stelle nicht ohne fremde Hilfe erreichen und setzte gegen 11:15 Uhr einen Notruf bei der Leitstelle Traunstein ab. Während seine Begleiterin mit vier weiteren Hunden bereits abgestiegen war, blieb der Mann beim verängstigten Tier in der Nähe der Absturzstelle.
Da der Anstieg von der bayerischen Seite über das Hintere Steinbachtal zu lange gedauert hätte, koordinierte die Leitstelle den Einsatz über die Bergrettung Unken. Drei Reichenhaller Bergretter – darunter ein Hundeführer – fuhren über das Heutal hinauf und stiegen gemeinsam mit dem Einsatzleiter der Bergrettung Unken über die Hochalmen bis unterhalb des Hochgern auf. Dort konnten sie den Labrador bald hören.
Rettung per Spezialgeschirr@(zwischenHeadlineTag)>
Die Retter seilten sich zu dem Tier ab, legten ihm ein Hundegeschirr an und brachten ihn gesichert zurück auf den Steig. Anschließend wurde der erschöpfte, aber unverletzte Hund sicher ins Tal gebracht. Der Einsatz, an dem insgesamt sechs Bergretter beteiligt waren, dauerte bis etwa 16:15 Uhr.
Das Sonntagshorn@(zwischenHeadlineTag)>
Das Sonntagshorn ist mit 1961 Metern der höchste Berg der Chiemgauer Alpen und ein beliebtes Tourenziel. Zumeist erfolgt die Besteigung von der leichteren Südseite aus. Vom österreichischen Heutal aus sind rund 980 Höhenmeter in 4,5 Stunden auf steilen Pfaden ohne größere technische Schwierigkeiten zu überwinden.
Die Besteigung des Sonntagshorns über die Nordwand ist eine schwere Bergtour mit 1260 Höhenmetern und rund acht Stunden Gehzeit. Beginnt die Tour am Anfang noch mit einem einfachen Aufstieg durch den Bergwald, wird es zunehmend steiler. In Serpentinen geht es anstrengend durch Geröll zur Sonntagshornscharte, danach über Felsen kletternd hinauf zum Gipfel. Die Tour erfordert gute Kondition, absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.


2 Kommentare
Kommentar schreibenIch möchte den tapferen Menschen die den abgestürzten Hund gerettet haben ein ganz dickes DANKE!!! Sagen!!!!
Der Bericht über die von mir "gern" gesehen Alpentiere wirft einige Fragen auf. So ohne weiteres sollte ein Hund nicht "abstürzen". Warum war er nicht an der Leine? Und vielleicht hatte er im Gebüsch ein jagdbares Leckerli (Gams) gesehen oder gewittert und schaute mal eben nach. Solche Sachen sind leider sehr oft zu sehen. Es sind also bei weitem mehr andere Tiere in der Umgebung, die "verängstigt" gewesen sein dürften. Aber diese Tatsache ist vielen Hundebesitzern eh egal, die ich auf den gezeigten Jagdtrieb ihres Waldis kritisch hinwies. Mir ist nun einmal die selektive "Tierliebe" zuwider.
Dann ist die Frage, wie man 5 Hunde, die im Artikel erwähnt sind, in einem solchen Terrain kontrollieren kann? Also ein recht leichtsinniges Verhalten dieser Berggänger. Schade.
Weiterhin war ich erstaunt über die Zeitangaben. 980 Hm in 4,5 Std., bzw. 1260 Hm in 8 Std.??? Also ich bin bestimmt nicht der alpinistische Überflieger der auf Rekordjagd (und auch nicht auf Tierjagd) geht. Aber 400 Hm pro Stunde sind zum Glück noch drin. Sollte die Gesamtzeit gemeint sein, hätte man das anders schreiben sollen. Der Tierliebhaber, Bruno