"Laura hätte es so gewollt"@(zwischenHeadlineTag)>
Der Vater der bei einem Bergunglück gestorbenen Ex-Biathletin Laura Dahlmeier kann der gescheiterten Bergung ihres Leichnams inzwischen auch Tröstliches abgewinnen. "Ich glaube, Laura hätte es so gewollt, in den Bergen ihren Frieden zu finden", sagte Andreas Dahlmeier der "Sport Bild". "Laura ist dort begraben, wo sie glücklich war und sich frei fühlte."
Tödlicher Unfall am Laila Peak@(zwischenHeadlineTag)>
Die zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin und siebenmalige Weltmeisterin war im Juli im Alter von 31 Jahren bei einem Kletterunfall am Laila Peak in Pakistan ums Leben gekommen. Wahrscheinlich war die ausgebildete Bergführerin sofort tot, nachdem sie von einem Steinschlag am Kopf getroffen wurde.
Trotz einer aufwendigen Hilfsaktion sowie einer zweiten Suche, an der unter anderem Thomas Huber beteiligt war, konnte ihre Leiche nicht geborgen werden. Sie wurde mutmaßlich unter herabgefallenen Steinen begraben.
Ein Abschied nach Lauras Regeln@(zwischenHeadlineTag)>
"Vielleicht wollte sie es auch so", sagte Dahlmeier nun der "Sport Bild" knapp fünf Monate nach dem Unglück. "Ich stelle mir vor, wenn Laura in einem Grab auf einem Friedhof liegen würde, und den ganzen Tag über kommen Leute vorbei – sie würde aufschauen und denken: Meine Güte, schon wieder ist jemand da. Lasst mir doch endlich mal meine Ruhe!" Dahlmeier zufolge hatte seine Tochter zu Lebzeiten genau verfügt, wie ihre Trauerfeier aussehen solle. "Sie hat gesagt, es sollen nur die kommen, die sie gerne mochte. Die sie nicht mochte, sollten nicht kommen. Auch da war sie gradlinig."
Auch die Musikstücke habe Laura selbst ausgesucht. So sei bei der Feier im August auch eine abgeänderte Version des Oberreintal-Liedes unter Gitarren-und Akkordeonbegleitung gesungen worden. Die im Refrain vorkommende, deftige Textzeile "Hei mi leckst am Arsch!" ist ein unter hiesigen Bergsteigern verbreiteter Ausruf der Erleichterung, wenn eine schwierige Passage gemeistert oder der Gipfel erklommen wurde.

Ein Portrait Laura Dahlmeiers ist an einer Gedenkstätte im Kurpark Partenkirchen angebracht. Bild aus dem Sommer 2025.


7 Kommentare
LL, ich hatte Sie gewarnt - es ist besser, die Sache so stehen zu lassen, und nicht wie Sport-Bild nachzukarten; dazu in so kruder Art und Weise. Zu Ihren Antworten, die vollkommen in sich inkonsistent sind, also Folgendes in Kürze:
- Ich weiß weder, ob R. Messner oder T. Huber auf diesen Berg wollten oder nicht (spielt auch keine Rolle), noch welchen alpinen Schwierigkeitsgrad er hat. Ich vermute nicht einen derartigen wie die Eiger Nordwand, die Fr. Dahlmaier hochkletterte. Und da fallen auch Steine und Lawinen runter, in der Sommer- und Winterzeit. Die Aussage, auf "bessere Bedingungen" zu warten, ist totaler Nonsens! Diesbezüglich schreiben Sie, als wären Sie selbst dort schon oben gewesen, und auch wenn das sein kann, waren Sie am Unglückstag nicht dort.
- "Mit einem erfahrenen Bergführer hätte das dann geklappt". Wirklich? Wenn dort nicht einmal laut Ihrer Aussage Messner und Huber hochwollten, wer soll das sein? Sie? Und dann wären ein Jahr später keine Steine heruntergefallen aus Respekt vor Ihren Bergführerkünsten?
Ersparen Sie sich bitte weitere irrationale Repliken, die dazu im Widerspruch zu dem von Ihnen benutzten Namen "LL" sind, da mit Vorwürfen a la "hätte, hätte Fahrradkette" weder ihr, ihrem Vater noch sonst jemand geholfen ist. Ein fallender Stein an falscher Stelle (Frau Dahlmeier), ein falscher Schritt an falscher Stelle (U. Steck), eine Lawine an der falsche Stelle (D. Lama) und diese unabänderliche Tatsache ist gegeben.
Weiterhin ist es mehr als geschmacklos, Frau Krauss Nichterfahrung und dadurch eine Teilschuld vorzuwerfen, die sie natürlich nicht haben konnte, da sie noch nie dort oben war. Das hat bereits wirklich die gleiche Qualität wie oben erwähnte Zeitung.
Abschließend von mir dazu; Sie wünschen dem Vater von ihr Kraft. Meinen Sie, falls er Ihre Kommentare mit diesen Konditionalsätzen lesen würde, er würde besser über besser über den Verlust der Tochter hinwegkommen? Beantworten Sie bitte diese Frage im Stillen für sich. Danke, Bruno
Ja, so ist es nunmal. Bedingt durch die physikalischen Gegebenheiten kann man wirklich nur nachts starten, Vollgas geben und hoffen, im Tal zu sein, bevor die Sonne zu hoch am Himmel steht. In Europa vor allem in den nördlichen Ländern ist die Situation entspannter und die Gefahren geringer. Karakorum ist selbst wegen der politischen Situation keine Empfehlung, ganz zu schweigen von den anderen Gefahren.
Hallo Norbert, natürlich wollte sie eine schöne Zeit am Berg haben, wetterliche Zwänge haben auf das Tempo gedrückt. Die plötzliche Erwärmung und feuchtere Luft haben die steinschlaggefahren erhöht und die in dieser Gegend starke Sonneneinstrahlung nötigen zu verschärftem Tempo, was natürlich nicht entspannend ist.
Lieber Bruno, die Frage "musste das sein" kommt natürlich zu spät, aber die Frage "muss das sein" sollte man sich durchaus stellen. Weder Thomas huber noch Reinhold Messmer haben sich den leila peak herauf gewagt, ihren Bekanntheitsgrad hatte sie auch ohne halsbrecherische Aktionen durch das biathlon, obwohl sie auch hier extreme Aktionen (als erste durchs Ziel und zusammenbrechen), die allerdings durch die Anwesenheit von Ärzten nicht allzu gefährlich waren, vollbracht hat. Dieses noch unbedingt da hoch müssen und nicht warten können war der Knackpunkt, ein Jahr später mit einem erfahrenen Bergführer wäre das ganze zum Vergnügen geworden, Marina krauss hatte wohl auch nicht die Erfahrung auf diesem Berg, sonst hätte sie ihrer besten Freundin einen Vogel gezeigt.
Weiterhin sehr tragisch, Ich verstehe aber immer noch nicht, wieso sie abgekommen ist von ihrem Motto "Schöne Zeit am Berg haben" hin zu Geschwindigkeitsrekorden in Ostasiens Hochgebirge.
@LL. Es ist vielleicht besser, über "die letzten Dinge des Menschen" zu schweigen als diese zu kommentieren. Der Tod enthält einen Widerspruch in sich - er trifft uns alle, gleichzeitig muß jeder einzelne Mensch in all seinen Facetten mit ihm umgehen (lernen) und aus dieser Tatsache vollkommen unabhängig von allen Konsequenzen für sein Leben ziehen.
Das wahnsinnige Unglück für die Eltern zu begreifen, die ihr Kind verloren, kann ich mir nicht vorstellen und sollte weder hier noch in Sport-Bild ergründet und diskutiert werden. Ich (und auch Sie) als Außenstehende, haben nicht das Recht dazu, da wir die jeweilige Person nicht kannten, und dadurch einen Beigeschmack von "Sensationsgier" enthalten kann. Ich selbst fühle mich betroffen, wenn man vom Tod eines (unbekannten) Bergkameraden liest, es ist dann gleich, ob eine bekannte Persönlichkeit oder ein 19-Jähriger an der Zugspitze zu Tode kam. Die Frage, "mußte das sein", wie Sie sie aufwerfen, ist milde gesagt, ungerechtfertigt. Dabei könnte ich Ihnen vollkommen überflüssig einiges antworten - z.B. wäre sie nicht der Extremerfahrung, die leider zu ihrem Tode führte, aus dem Weg gegangen, hätte sie nie den Bekanntheitsgrad erreicht. Oder was das von Ihnen aufgeführte "Restrisiko" anbelangt, da diese Risiken in den Bergen immer auftreten - also besser zu Hause bleiben. Das zu erwidern ist genauso überflüssig wie Ihre Anmerkungen. Ich mache es trotzdem, vielleicht verhilft es, nicht mehr "Leichtsinniges" zu diesem Thema zu schreiben. Bruno
Ich kann es nicht nachvollziehen, mit 30 oder 31 schon die Gästeliste für die Beerdigung erstellen, das hätte ich selbst als Extrembergsteiger nicht gemacht, traurig, dass es die richtige Entscheidung war. Besser wäre gewesen, zu Lebzeiten den Extremerfahrung aus dem Weg zu gehen. Damit meine ich nicht die technische Seite, sondern das sogenannte Restrisiko, Steine, Lawinen und Unwetter, da kann man nur aus dem Weg gehen und nicht dagegen halten. Ich hoffe, dass ihr Vater über diesen Verlust hinweg kommt.