Bergwacht Pfronten im Einsatz

Verpasste Gondel: Familie mit Kleinkind am Breitenberg gerettet

Am Mittwoch, 7. Januar 2026, musste die Bergwacht am späten Nachmittag zu einem Rettungseinsatz am Breitenberg ausrücken. Eine dreiköpfige Familie mit einem 1,5-jährigen Kleinkind und einem Hund hatte die letzte Talfahrt der Breitenbergbahn verpasst und saß bei einbrechender Dunkelheit am Berg fest.

Rettung per Pistenraupe, Quad und Gondel.
© Bergwacht Pfronten

Bahn verpasst: Familie mit Kleinkind sitz am Breitenberg fest

Wie die Bergwacht Pfronten auf Facebook berichtet, hatte eine dreiköpfige Familie mit Kleinkind und Hund die letzte Talfahrt der Breitenbergbahn verpasst und saß bei einbrechender Dunkelheit am Berg fest. Bei Temperaturen von rund minus 12 Grad Celsius bestand insbesondere für das Kleinkind akute Unterkühlungsgefahr.

In Zusammenarbeit mit der Breitenbergbahn wurde von der Bergwacht Pfronten umgehend eine Rettungskette eingeleitet. Drei Einsatzkräfte der Bergwacht sowie drei Mitarbeiter der Bergbahn waren vor Ort. Der Transport erfolgte kombiniert mit Gondel, Pistenraupe und Quad.

Die Familie konnte unterkühlt, aber unverletzt aufgenommen und sicher ins Tal gebracht werden. Die Kosten für den Einsatz von Bergwacht und Bergbahn werden der Familie in Rechnung gestellt.

Breitenberg: Beliebtes Winterziel

Die Breitenbergbahn in Pfronten erschließt ganzjährig den Breitenberg (1.838 m) unterhalb des Aggensteins. Neben dem Skibetrieb und präparierten Winterwanderwegen bietet das Gebiet auch gute Rodelmöglichkeiten. 

Oberhalb der Bergstation liegt die auch im Winter bewirtschaftete Ostlerhütte. Ein beliebtes Ziel für Winterwanderer und Tourengeher. Aufgrund der alpinen Lage und rasch wechselnder Witterung sind Touren im Winter jedoch nur mit angepasster Ausrüstung, guter Zeitplanung und Beachtung der letzten Talfahrten der Bahn zu empfehlen.

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14 Kommentare

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Sabine

Bei aller Liebe und Achtung. Als Familie habe ich nicht nur Eigenverantwortung, nein. Und, ja, eventuelle Zeitfenster sind großzügiger zu berechnen mit Kleinkind und Hund. Die Kosten für die Bergung zu erwähnen, wichtig. Wenn Menschen immer weniger selber denken, dann braucht es ab und zu Information. Klar und bündig.

Kurt

Warum kann die Bergbahn nicht nochmals fahren?

Wolfgang

Ich war 4 Jahre Zeitsoldat bei den Gebirgsjägern.
War zum Heeresgebirgsführer ausgebildet worden.Habe viele
Begeungen geführt. Ein geübter Bergführer,.auch wenn er Geld kostet, lohnt sich immer, wenn man sonst bei besonderen Schwierigkeiten die Bergrettung in anspruch nehmen muß. Wer nicht das Geld dazu hat, sollte nur Bergwandern machen. und die Finger von exclusiven Touren lassen!

I.Angela

Es ist etwas anderes ob Jugendliche mit Turnschuhen gerettet werden müssen oder eine Familie mit Kleinkind und Hund die letzte Bahn verpasst hat. Wer kinder hat, weiß selber, dass immer etwas dazwischen kommen kann. Gut sagen die einen man erkundigt sich nach der letzten Bahn, aber wenn etwas dazwischen kommt? Ich persönlich würde nie bis zur letzte Bahn warten, schon aus Sicherheitsgründen. Genau Recherchieren warum die Familie die letzte Bahn verpasst hat und dann entweder Rechnung oder das ganze als Übung abrechnen.

Roland

Danke für den Einsatz! Hoffentlich wird es nicht ganz so teuer für die Familie! Da ich die Details nicht kenne, kein weiterer Kommentar!

Petra

Auf jeden Fall muss der Einsatz bei
Fehleinschätzung in Rechnung gestellt werden.
Dies kann nicht sein, dass es von der Allgemeinheit übernommen werden muss .

Tobias

In erster Linie gut das niemand ernsthaft zu Schaden kam. Und danke an alle Helfer.

Wenn man nie einen Fehler am Berg macht, brauchen wir ja auch keine Bergwacht mehr. Das in dem Artikel auf die Kosten eingegangen wird, finde ich sehr brisant, denn im Zweifel verständigt beim nächsten Mal mit dem Wissen jemand nicht die Bergwacht mit verheerenden gesundheitlichen Folgen.

Bleibt alle Gesund

Carola

Ganz ehrlich, ich verstehe nicht, warum man nicht einfach die Bahn nochmal nach oben schicken konnte... Deutschland, immer schön kompliziert !

Georg Kretz

Wohl dem, der oder die - die niemals Fehler begehen

Günther

Super, wie gut die Bergrettung arbeitet. Toll, dass man sich darauf verlassen kann.
Das man so einen Einsatz selbst bezahlen muss, ist richtig und selbstverständlich.

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