Bergunfall in Kitzbühel

Abfahrt nach Pistenschluss: Skifahrer kollidiert mit Windenseil - schwer verletzt

Schwerer Skiunfall: Ein 44-Jähriger stürzte am 21. März 2026 im Kitzbüheler Skigebiet auf einer gesperrten Piste, nachdem er das Windenseil einer Pistenraupe übersehen hatte. Der Mann erlitt schwere Verletzungen und wurde per Hubschrauber in die Klinik geflogen.

Pistenraupe bei der Präparierung in der Nacht: In steilen Hängen kommen häufig Seilwinden zum Einsatz, für Wintersportler besteht dann Lebensgefahr  (Symbolbild).
© IMAGO / imagebroker

Unfall auf gesperrter Piste

Zwei deutsche Skifahrer (43 und 44 Jahre) fuhren am 21. März 2026 gegen 18:20 Uhr auf der gesperrten Piste "Hahnenkamm" vom Bergrestaurant "Sonnenrast" in Richtung der Hahnenkammbahn. Der 43-Jährige fuhr voraus, sein Begleiter folgte. 

Im Hang war eine Pistenraupe mit Seilwinde im Einsatz. Das Stahlseil verlief quer über die Piste, nur knapp über der Schneeoberfläche. Der vorausfahrende Skifahrer konnte das Seil noch passieren. Der 44-Jährige blieb mit den Ski darunter hängen und kam zu Sturz.

Der Mann zog sich schwere Verletzungen zu. Nach der Erstversorgung wurde er mit dem Notarzthubschrauber "C4" in die Universitätsklinik Innsbruck geflogen. Die Polizei kündigte an, Berichte an die Staatsanwaltschaft Innsbruck und die Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel zu übermitteln.

Nächtliche Pistenarbeiten als Risiko für Skifahrer und Skitourengeher

Seilwinden kommen vor allem in steilen Passagen zum Einsatz. Die gespannten Stahlseile sind schwer zu erkennen, besonders bei diffusem Licht oder in der Dämmerung. Nach Betriebsschluss sind viele Pisten gesperrt. Dann laufen Präparierung, Beschneiung oder Wartungsarbeiten. Wer abends noch unterwegs ist, sollte nur freigegebene Routen nutzen. Auf gesperrten Pisten besteht akute Gefahr durch Maschinen und Seile.

DAV: Acht Appelle für Pistenskitouren im Winter
Diese Regeln sollten Wintersportler:innen beachten
DAV: Acht Appelle für Pistenskitouren im Winter

Klickt euch durch die Fotogalerie mit den Empfehlungen des Deutschen Alpenvereins.

zur Galerie

0 Kommentare

Kommentar schreiben