Erneut Todesfälle am Mount Everest
Nach Angaben der nepalesischen Behörden starb am Sonntagmorgen im Khumbu-Eisbruch der nepalesische Bergsteiger Bijaya Ghimire Bishwakarma. Der 35-Jährige, der für den Expeditionsveranstalter Tag Nepal arbeitete, sei in Lager 1 auf 6100 Metern erkrankt, hieß es.
Beim Abstieg durch den Khumbu-Eisbruch sei er dann verschieden. Die Todesursache ist noch unklar. In den nepalesischen Medien ist von einem Herzstillstand die Rede, offenbar in Folge der Höhenkrankheit. Bijaya Ghimire hatte laut Himalayan Database viermal den 8848 Meter hohen Gipfel des Mount Everest erreicht: 2017, 2019, 2023 und 2025.
Nach Angaben der Himalayan Times kam am 12. Mai 2026 am Mount Everest ein weiterer nepalesischer Bergsteiger ums Leben. Der 21 Jahre alte Phura Gyaljen Sherpa, der für den Veranstalter Kaitu Expeditions arbeitete, sei in der Lhotse-Flanke auf etwa 7000 Metern in eine Spalte gestürzt.
Derweil hat ein Fixseilteam der Expeditionsanbieter Imagine Nepal, Elite Exped und Seven Summit Treks damit begonnen, die letzte Etappe vom Südsattel bis zum Gipfel zu sichern. Ihre Ankunft am höchsten Punkt auf 8848 Metern wird für diesen Mittwoch erwartet.
Er stammte aus dem Dorf Garma im Solukhumbu und war der erste Angehörige der Bishwakarma-Volksgruppe, der auf dem höchsten Punkt der Erde stand. Die Bishwakarma gehören zur hinduistischen Kaste der Dalits, die früher häufig "Unberührbare" genannt wurden. Bei der Volkszählung 2021 stellten sie rund 13 Prozent der nepalesischen Bevölkerung.
Trotz eines gesetzlichen Diskriminierungsverbots werden Dalits nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International in Nepal weiterhin häufig benachteiligt und sind Opfer von Gewalt, vor allem Mädchen und Frauen. Bijaya Ghimire hatte mit seinen Berichten über seine Everest-Besteigungen auf YouTube viele junge Menschen in Nepal inspiriert.
US-Amerikanerin stirbt in Lawine
Auch am Achttausender Makalu ist ein weiterer Todesfall zu beklagen. Nach Angaben des nepalesischen Portals thetourismtimes.com starb eine US-Amerikanerin in einer Lawine auf rund 7000 Meter Höhe. Ihr Bergführer wurde verletzt. Sie gehörten zu einer vierköpfigen Gruppe, die am Samstag den Gipfel auf 8485 Metern erreicht hatte und sich im Abstieg befand.

1 Kommentar
Kommentar schreibenWie allgemein bekannt, ist nicht der Aufstieg das schwierige sondern der Abstieg weil da nur noch 20% der leistungsreserven von sind.