Überlebt trotz Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt

Nach Absturz und eiskalter Nacht: Schwer verletzter Wanderer gerettet

Ein Wanderer ist nach einem schweren Absturz in den Lechtaler Alpen erst am Tag nach seinem Verschwinden gefunden worden. Trotz Verletzungen, Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt überlebte der Mann die Nacht im Freien – für die Retter ein Wunder.

Nach Absturz in steilem Gelände: Schwer verletzter Wanderer gerettet
© Bergrettung Elbigenalp

Nach Absturz in steilem Gelände: Schwer verletzter Wanderer gerettet

Ein schwer verletzter Wanderer aus Baden-Württemberg ist in den Tiroler Bergen nach einer Nacht im Schnee dank einer aufwendigen Suchaktion gerettet worden. Der Mann sei gestürzt und erst einen Tag später im Schnee in einer Höhe von rund 2200 Metern gefunden worden, wie die österreichische Polizei berichtete. 

"Dass der Bergsteiger die Nacht unter diesen Bedingungen überlebt hat, grenzt für alle Beteiligten an ein Wunder", schrieben die Bergretter auf Facebook. Der Mann stammt nach Angaben der Polizei aus Ettlingen. Er war demnach am Dienstagmorgen in Bach nahe der bayerischen Grenze allein zu einer Wanderung aufgebrochen.

Nachdem er bis zum Abend nicht zurückgekehrt war, alarmierte der Wirt seiner Ferienunterkunft die Einsatzkräfte. Polizeibeamte, Feuerwehrleute sowie Bergretter mit Suchhunden und Drohnen rückten aus.

Schlechtwetter erschwert die Suchaktion

Die Suche musste in der Nacht unterbrochen werden, wie die Polizei berichtete. Schlechtes Wetter behinderte den Einsatz. Als sich der Nebel vorübergehend lichtete, konnte ein Hubschrauber am Mittwochmorgen mehrere Teams im Suchgebiet absetzen.

Der Schwerverletzte wurde bei einem Bergsattel in einem Schneefeld gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Wanderer im Gebiet des 2388 Meter hohen Strahlkopfes über eine sehr steile und felsige Bergflanke abgestürzt war. Die Unfallstelle liegt in der Nähe der Gemeinde Holzgau.

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Bild des Rettungseinsatzes bei winterlichen Bedingungen.

© Bergrettung Elbigenalp

Nach Angaben der Flugrettungsgesellschaft ARA hatte es dort in der Nacht etwa null Grad. "Es muss Schutzengel geben, anders ist es nicht erklärbar, dass man mit solchen Verletzungen eine Nacht bei diesen Temperaturen und Schneefall im Freien überlebt", schrieben die Flugretter auf Facebook.

Der Mann war ansprechbar, doch er konnte sich nicht an den Unfallhergang erinnern, wie es von der Polizei hieß. Er wurde mit einem Helikopter in eine Klinik im bayerischen Murnau geflogen.

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