Vermisstensuche endet tragisch

Schrankogel: Deutscher Bergsteiger tödlich abgestürzt

Am Schrankogel ist ein deutscher Bergsteiger tödlich verunglückt. Nachdem seine Ehefrau den 41-Jährigen am 23. Juni als vermisst gemeldet hatte, fanden Einsatzkräfte den Alpinisten bei einer Suchaktion. Nach ersten Erkenntnissen war er bereits am Vortag in steilem Gelände abgestürzt.

Schrankogel: Deutscher Alpinist tödlich abgestürzt.
© IMAGO / Volker Preußer

Deutscher Bergsteiger nach Suchaktion tot geborgen

Ein 41-jähriger Alpinist aus dem Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg ist am Schrankogel (3.497 m) in Tirol tödlich verunglückt. Wie die Tiroler Polizei mitteilte, dürfte der Mann bereits am Montag (22. Juni 2026) in steilem Gelände abgestürzt sein.

Nachdem seine Ehefrau ihn am Dienstag als vermisst gemeldet hatte, wurde eine Suchaktion eingeleitet. Im Verlauf des Einsatzes entdeckte die Besatzung eines Polizeihubschraubers den Verunglückten. Der Mann konnte nur noch tot geborgen werden.

Zur Klärung der genauen Unfallursache ordnete die Staatsanwaltschaft eine Obduktion an.

Anspruchsvoller Dreitausender in den Stubaier Alpen

Der Schrankogel (3.497 m) zählt zu den markantesten Gipfeln der Stubaier Alpen und ist vor allem von der Amberger Hütte aus ein beliebtes, aber anspruchsvolles Tourenziel. Die rund 1.350 Höhenmeter führen zunächst über gut ausgebaute Steige, später durch Blockgelände und über steile Schutt- und Schrofenpassagen bis zum Gipfel. Je nach Jahreszeit können zudem Altschneefelder den Anstieg erschweren.

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Abstieg vom Schrankogel über steiles Blockgelände.

© Holger Rupprecht

ALPIN-Portalmanager Holger Rupprecht, der den Schrankogel im vergangenen Sommer selbst bestiegen hat, beschreibt die Tour als "ernstzunehmende Bergtour, die sehr gute Kondition, Trittsicherheit, alpine Erfahrung und auch ein wenig Kraxelfertigkeiten erfordert."

Vor allem im Gipfelbereich verlangt das teils ausgesetzte Gelände konzentriertes Gehen. Nach Niederschlägen oder bei verbliebenen Schneefeldern können die Schwierigkeiten zusätzlich zunehmen.

Die Route über den Ostgrat, die oft beschrieben wird und eine Überschreitung des Schrankogels möglich macht, sollte derzeit aufgrund erhöhter Steinschlaggefahr nicht begangen werden.

Text von Holger Rupprecht