Seit mehreren Tagen vermisst

Bergsteiger stirbt nach Absturz am Jubiläumsgrat

Ein seit Freitag (31. Juli 2026) vermisster Bergsteiger wurde nach einer groß angelegten Suchaktion leblos unterhalb des Jubiläumsgrats entdeckt.

Bergsteiger stirbt nach Absturz am Jubiläumsgrat
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Mann wurde seit Freitag vermisst

Tödlicher Absturz in der Nähe der Zugspitze, Deutschlands höchstem Gipfel: Ein 68 Jahre alter Bergsteiger aus Baden-Württemberg ist auf der Südseite des Jubiläumsgrats leblos gefunden worden. "Der hinzugezogene Bergwacht-Notarzt konnte nur noch den Tod des Bergsteigers feststellen", teilte die Grenzpolizeiinspektion Murnau mit. Der Jubiläumsgrat ist eine schwierige und lange Bergtour von der Zugspitze (2962 Meter) zur Alpspitze (2628 Meter).

"Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen besteht der Verdacht, dass der Bergsteiger im Laufe des Freitags, 31. Juli 2026, alleinbeteiligt rund 50 Höhenmeter südseitig vom Jubiläumsgrat abstürzte", hieß es von der Polizei. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es nicht. Wo der Mann in Baden-Württemberg lebte, gab die Polizei am Abend nicht bekannt.

<p>Abschnitt des Grats mit Blick zur Biwakschachtel.</p>

Abschnitt des Grats mit Blick zur Biwakschachtel.

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Der 68-Jährige war seit zwei Tagen vermisst worden. Demnach ging am Samstagmorgen bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd die Meldung über den seit Freitag vermissten Bergsteiger. Es seien umfangreiche polizeiliche Ermittlungen eingeleitet worden. Eine Handyortung blieb demnach erfolglos, weil das Handy des Mannes nicht mehr aktiv war. Parallel wurden Kfz-Spezialisten der Grenzpolizeiinspektion Murnau hinzugezogen. "Mit deren Hilfe konnte das Fahrzeug des Vermissten geortet und das Suchgebiet eingegrenzt werden."

Die Alpine Einsatzgruppe der Polizei, die Polizeihubschrauberstaffel Bayern sowie die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen leiteten eine Such-Aktion ein, die nur nachts unterbrochen wurde. Während die Suchmaßnahmen am Sonntag weitergingen, meldeten zwei Bergsteiger den leblosen Mann auf der Südseite des Jubiläumsgrats. Ein Polizeiberg- und Skiführer nahm inzwischen Ermittlungen zum genauen Unfallhergang auf.

Der Jubiläumsgrat: Anspruchsvolle Überschreitung an der Zugspitze

Der Jubiläumsgrat zählt zu den anspruchsvollsten Grattouren der Bayerischen Alpen. Die rund sieben Kilometer lange Überschreitung verläuft zwischen Zugspitze (2962 m) und Alpspitze und verlangt absolute Trittsicherheit, Schwindelfreiheit sowie Erfahrung im teils sehr ausgesetzten Gelände. Je nach Bedingungen benötigen Bergsteiger für die komplette Überschreitung meist acht bis zehn Stunden. Mehrere versicherte Passagen erleichtern zwar einzelne Stellen, dennoch handelt es sich nicht um einen klassischen Klettersteig. Besonders bei Nässe, Gewittergefahr oder Erschöpfung steigt das Unfallrisiko deutlich an.