22. Januar 2025 | Winterexpeditionen an Annapurna und Manaslu beendet@(zwischenHeadlineTag)>
Wie die Alpinisten selbst und Stefan Nestler auf abenteuer-berg.de berichten, haben nach Jost Kobuschs Abbruch am Mount Everest auch die Teams an Manaslu und Annapurna das diesjährige Ende der Winterexpeditionen bekanntgegeben.
"Das Wetter hat nicht mitgespielt und in den nächsten zwei Wochen wird es am Manaslu Winde bis zu 150 km/h geben, die einen Gipfelvorstoß im Alpinstil unmöglich machen", schrieb Simone Moro auf Instagram. Und ergänzt: "Auf Wiedersehen, lieber Manaslu". Damit ist das Vorhaben des Alpinistentrios (Simone Moro, Nima Rinji Sherpa und Oswald Rodrigo Peirera), einen Achttausender im Winter im Alpinstil zu erreichen, gescheitert.
Auch an der Annapurna I kam die Expedition zu einem vorzeitigen Ende, nachdem Alex Txikon aufgrund einer akuten Blinddarmentzündung das Projekt hatte aufgeben müssen. "Da unser Anführer, der Winterspezialist, nicht in der Lage war, die Expedition fortzusetzen, trafen wir gemeinsam die Entscheidung, sie abzubrechen", zitiert Nestler Txikons Seilpartner Sajid Ali Sadpara.
"Wir hatten die Rotationen abgeschlossen, und unsere unglaublichen Sherpa-Brüder hatten die Fixseile hoch oben am Berg gelegt. Aber beim Klettern geht es nicht nur um Gipfel, sondern auch um die Sicherheit und die Kameradschaft im Team", begründet der Pakistaner die Team-Entscheidung.
Laut Nestlers Informationen bleibt damit nur noch ein kommerzielles Team, das den Makalu im klassischen Expeditionsstil und mit Flaschensauerstoff erreichen will. Bis Camp 3 auf 7400 Metern sei das Team bereits vorgerückt, so die Informationen des Journalisten.
30. Dezember 2024 | Jost Kobusch erreicht am Everest 7500 Meter@(zwischenHeadlineTag)>
Der Italiener Simone Moro bereitet sich aktuell mit dem erst 18-jährigen Nima Rinji Sherpa sowie dem Polen Oswald Rodrigo Peirera an der Ama Dablam auf eine Winterbesteigung des Manaslu vor. Vier erfolgreiche Erstbegehungen im Winter konnte der 57-jährige Italienier bereits für sich verbuchen: Shishapangma (2005), Makalu (2009), Gasherbrum II (2011) und Nanga Parbat (2016).
Wie Stefan Nestler auf seinem Blog abenteuer-berg.de mitteilt, plant das Trio am Manaslu den Aufstieg über den Normalweg ohne Atemmaske, Hochträger, Fixseile und ohne feste Hochlager. Gelingt das Vorhaben, wäre es die erste Achttausender-Winterbesteigung im Alpinstil!
Unterdessen befand sich der spanische Alpinist Alex Txikon mit seinem pakistanischen Seilpartner Sajid Ali Sadpara an der Annapurna I, die sie mit Sherpa-Unterstützung, Fixseilen und Hochlagern besteigen wollten. Während die Alpinisten auf Flaschensauerstoff verzichten wollten, gilt dieses Credo nicht für ihre Begleiter. Wie der gut informierte Nestler schreibt, regte diese Herangehensweise seit der erfolgreichen Besteigung des Manaslu im Januar 2023 eine rege Stildebatte an.
Wie Txikons Team zuletzt auf Instagram mitteilt, musste der 43 Jahre alte Spaniert notevakuiert und in Kathmandu operiert werden. Zwar gehe es dem Alpinisten gut, das Vorhaben scheint für diese Wintersaison jedoch gescheitert.
Zwischenzeitlich vermeldet Jost Kobusch auf Instagram einen bedeutenden Erfolg. Im Solo-Aufstieg über den Everest-Westgrat hat der 32-Jährige zuletzt eine Höhe von 7488 Metern erreicht – ohne Einsatz von Flaschensauerstoff. Damit ist Kobusch sein selbstgesetztes Ziel, die bisherige Maximalhöhe auf der Route von 7500 Meter zu erreichen, so gut wie gelungen. Nach eigenen Angaben klettert der gebürtige Bielefelder im Alpinstil.
09. Dezember 2024 | Simone Moro und Nima Rinji Sherpa am Manaslu @(zwischenHeadlineTag)>
Wie die beiden Alpinisten in den sozialen Medien berichten, planen der 57 Jahre alte Simone Moro und sein erst 18-jähriger Seilpartner eine Manaslu-Winterbegehung. Während ersterer mit gutem Recht als Achttausender-Legende bezeichnet werden kann, wurde letzterer erst in der Frühjahrssaison auch hierzulande einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.
Dem Nepalesen waren als bis dato jüngstem Menschen alle 14 Achttausender geglückt. Nun wagt sich der ambitionierte Jungalpinist auch im Winter an die höchsten Berge der Erde. "Als mich Simone für das Projekt kontaktierte, sagte ich sofort ja", äußerte sich Nima Rinji Sherpa. Im Alpinstil will das Team den 8163 Meter hohen Manaslu besteigen.
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Erfahrenes Alpinistenteam an der Annapurna@(zwischenHeadlineTag)>
Eine internationale Seilschaft bestehend aus Alex Txikon (Spanien), Mattia Conte (Italien), Waldemar Kowalewski (Polen) und Sajid Sadpara (Pakistan) hat sich ebenfalls eine Winterbegehung auf die Fahne geschrieben. Die erfahrenen Alpinisten und Höhenbergsteiger wollen in den kommenden Wochen den Gipfel der 8091 Meter hohen Annapurna erreichen.
Ein Versuch von Txikon in der Saison 23/24 war gescheitert. Nun soll es im zweiten Anlauf und mit neuer Besetzung für den Gipfel reichen. Noch befinden sich die Alpinisten für Akklimatisation und Vorbereitung an der Ama Dablam, wo zuletzt Laura Dahlmeier einen Frauen-Speedrekord aufstellen konnte.
Jost Kobusch erneut am Everest @(zwischenHeadlineTag)>
Und auch er ist wieder da: Nachdem es längere Zeit still um den "Weltmeister im Ankündigen" geworden war, meldete sich Jost Kobusch vom Mera Peak zurück. Ziel ist wie bei den bisherigen Expeditionen (2019/20, 2021/22 und 2023/24) des mittlerweile 30-Jährigen der Westgrat auf den Mount Everest. Vom Gipfelziel ist der Bergsteiger abgewichen, er wolle stattdessen den gültigen Höhenrekord von 7500 Metern überbieten. Wie in den Vorjahren plant Kobusch einen Soloversuch.


2 Kommentare
Kommentar schreibenDie Touren, die Kobusch medienwirksam durchführt, können von jedem "Durchschnittsbergsteiger" durchgeführt werden. Sein Everest "Weltrekord" hätten Bergsteiger wie Messner usw. als Aklimationstour genutzt. Ab 7500 m beginnen ja erst die wirklichen Schwierigkeiten. Ich bin überzeugt, daß Kobusch niemals den Gipfel des Everest erreichen wird - zumindest nicht so, wie er es ständig proklamiert!
Spätestens jetzt wäre doch der Zeitpunkt, an dem sich gewisse Leute, die Jost Kobusch immer schlecht gemacht haben, mal von ihren Äußerungen distanzieren sollten? Seine Touren am Denali und jetzt am Everest sind ja weit weg von reinem "Ankündigungsalpinismus" und "geringem Können". Auch wenn seine Medienstrategie tatsächlich nicht wirklich mein Fall ist. Aber ich fürchte, die Kritiker von damals sind selbst zu große Selbstdarsteller, um das zugeben zu können.