Überraschend: Jost Kobusch beendet Expedition am Mount Everest
Bereits am 27. Dezember 2024 hatte Jost Kobusch das Ziel seiner diesjährigen Winterexpedition am Mount Everest erreicht: Im Alpinstil, solo und ohne Zuhilfenahme von Flaschensauerstoff erreichte er 7537 Meter am äußerst anspruchsvollen Everest-Westgrat. Zuvor hatte der Alpinist angekündigt, die 7500-Meter-Marke knacken zu wollen.
Für den Abbruch seiner diesjährigen Winter-Expedition nennt der 32-Jährige vier Gründe: Zuvorderst die aktuellen Proteste in der Khumbu-Region, die sich gegen die Helikopterflüge am Berg richten. Dies mache Rettungsflüge derzeit unmöglich. "Ich meine, es ist sowieso sehr unwahrscheinlich, mich dort oben zu retten, aber das ist Teil meiner Überlegung", schreibt Kobusch hierzu.
Kobusch kündigt weitere Expeditionen an
Als zweiten Grund führt der Bergsteiger das gravierende Erdbeben in Tibet an, das er selbst am Everest in seinem Zelt auf 5700 Metern habe spüren können. "Das Erdbeben und seine Nachbeben machen meine Route, die ohnehin stein- und eisschlaggefährdet ist, noch riskanter", schreibt Kobusch. Als dritten Grund führt er eine zurückliegende Rückenverletzung an und lässt durchblicken, dass er sich nicht in Topform befinde ("Ich bin noch nicht dort, wo ich als Athlet sein möchte, um den Gipfel zu erreichen").
Zuletzt gibt der Bergsteiger an, sein Ziel für diesen Winter erreicht zu haben: "Im Winter kam ich am Westgrat weiter als jeder andere vor mir. [...] Ich konzentriere mich lieber darauf, wieder zu trainieren, meine Fähigkeiten auszubauen und ein besserer Alpinist zu werden, damit ich stärker zurückkomme", lautet das Fazit seines Postings.
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7 Kommentare
Kommentar schreibenKlingt absolut vernünftig. Lieber später nochmal versuchen als am Berg draufzugehen.
Reinhold Messner hatte mit seiner Aussage bzgl Kobusch vollkommen recht. Die richtigen Schwierigkeiten fangen ab 7500 m erst an. Jeder ambitionierte Bergsteiger erreicht mit etwas Training und Aklimation dieses Ziel. Kobusch kann sich dank seiner Sponsoren wieder ein Jahr seiner Lieblingstätigkeit widmen: sich durch Social Media ins Rampenlicht stellen. Etwas wirklich Nennenswertes hat und wird Kobusch nie erreichen!
@Mattk
Er hat sein angekündigtes Ziel vom erreichen der Westschulter bzw. eine Höhe von 7500 m erreicht. Nicht mehr nicht weniger.
Ebenfalls ist es eine nennenswerte Leistung, denn niemand hat auf der Westseite im Winter solo eine größere Höhe geschafft.
Im Gegensatz zu den Aussagen in deinem Kommentar hat Hr. Kobusch in Hinblick auf das Erdbeben logisch und vernünftig gehandelt.
Die Leistung besteht doch darin zu erkennen wann man abbrechen sollte. Ich mag seine Ankündigungen auch nicht, aber diesmal dachte ich mir "Mensch, der ist ja richtig reflekitiert und vernünftig." Ich wünsche ihm viel Erfolg beim nächsten Versuch! Jetzt klingt das Projekt verrückt. Schafft er es, ist es eine ganz große Sache.
Warum muss man sich eigentlich solchen Gefahren aussetzen das ist mir unbegreiflich.Muss man anderen beweisen was man alles kann.Wenn ich genug Selbstbewusstsein habe kann ich mir das schenken.Selber schuld wenn etwas passiert. Aber den Tod in Kauf zu nehmen völlig irrsinnig.
Ich verstehe diese mehr als leichtsinnig Aktion sowieso nicht,da die Wahrscheinlichkeit es zu überleben Proportional sehr gering ist.
Dazu kommt noch was das Beben in den Bergen alles angerichtet hat.
Haha…. Der jost - wie war das mit dem Ankündigungsalpinismus ? Da hat der Messner echt recht. Das ist doch keine Nachricht wert und auch keine nennenswerte Leistung.