22-Jähriger verstorben

Leichenfund in der Verwallgruppe: Bergsteiger bei Solo-Tour abgestürzt

Am 12. Juli 2025 ist ein 22 Jahre alter Bergsteiger in der Verwallgruppe tödlich verunglückt. Seine Leiche wurde am Fuß der Kuchenspitze (3148 m) gefunden.

Leichenfund in der Verwallgruppe: Bergsteiger bei Solo-Tour abgestürzt
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Leichenfund in der Verwallgruppe: Bergsteiger bei Solo-Tour abgestürzt

Wie die Alpinpolizei vermeldet, hat sich am 12. Juli 2025 ein tödlicher Bergunfall in der Verwallgruppe ereignet. Ein 22 Jahre alter Bergsteiger war an diesem Tag zu einer Tour auf die anspruchsvolle und äußerst brüchige Kuchenspitze (3148 m) aufgebrochen. Im Aufstieg hatte der junge Mann sein Mountainbike noch bei einem Senner deponiert.

Nachdem der Alpinist das Bike nicht wie vereinbart wenige Stunden später wieder abgeholt hatte, alarmierte der Senner die Rettungskräfte. Die Bergrettung St. Anton startete daraufhin umgehend die Suche nach dem Vermissten. Im Einsatz standen neben den ehrenamtlichen Rettungskräften ein Polizeihubschrauber und die Alpinpolizei. Zunächst blieb die Suche jedoch ohne Erfolg.

Erst drei Tage nach dem Unglück, am 15. Juli, fand ein Suchtrupp gegen 9 Uhr morgens die Leiche des jungen Mannes im Nahbereich des Wandfußes der Kuchenspitze-Südwestwand. Der Verstorbene wurde per Hubschrauber geborgen und ins Tal gebracht. Bisherigen Ermittlungen zufolge war der Bergsteiger mehrere Meter im steilen Blockgelände abgestürzt, dabei hatte er unmittelbar tödliche Verletzungen erlitten. Eine Obduktion wurde angeordnet.

Die Kuchenspitze: Anspruchsvolle, weglose Tour im büchigen Gelände

Die im Jahr 1877 erstmals bestiegene Kuchenspitze (3148 m) ist ein nur selten bestiegener Berg in der Verwallgruppe. Das liegt vor allem an dem brüchigen Gestein und den Anforderungen an Orientierungsvermögen und Kletterkenntnissen (mind. II+). Die "leichteste" Variante führt über die Konstanzer Hütte und das Fasultal zum höchsten Punkt. Ein weiterer Anstieg führt über die Darmstädter Hütte. Alle Routen zum Gipfel sind offiziell weglos und verlaufen durch gefährliches und anspruchsvolles Gelände!

Text von Lubika Brechtel