Bergunfall im Wallis

Steinschlag am Liskamm: Bergsteiger bei Zermatt tödlich verunglückt

Am Liskamm bei Zermatt ist ein Bergsteiger tödlich verunglückt. Der 34-Jährige wurde an der Nordseite des Viertausenders von Steinschlag getroffen.

Steinschlag: Tödlicher Bergunfall am Liskamm bei Zermatt
© picture alliance / Zoonar / Thomas Stoiber

Steinschlag: Tödlicher Bergunfall am Liskamm bei Zermatt

Am Dienstag, 7. Juli 2026, ist es am Liskamm bei Zermatt zu einem tödlichen Bergunfall gekommen. Nach Angaben der Kantonspolizei Wallis waren zwei Bergsteiger gegen 9 Uhr auf einer hochalpinen Klettertour an der Nordseite des Liskamms unterwegs, als sie auf einer Höhe von rund 4300 Metern in Steinschlag gerieten.

Einer der beiden Alpinisten wurde von herabfallendem Gestein getroffen. Sein Begleiter alarmierte sofort die Rettungskräfte. Diese flogen mit einem Helikopter der Air Zermatt, eingesetzt durch die Kantonale Walliser Rettungsorganisation, zur Unfallstelle.

Vor Ort konnten die Einsatzkräfte jedoch nur noch den Tod des Bergsteigers feststellen. Bei dem Opfer handelt es sich um einen 34-jährigen tschechischen Staatsangehörigen.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung zum Unfallhergang eingeleitet.

Liskammtraverse: Beeindruckende Überschreitung im Monte-Rosa-Massiv

Die Liskammtraverse zählt zu den beeindruckendsten Überschreitungen des gesamten Monte-Rosa-Massivs. Die Route über den in Ost-West-Richtung verlaufenden Grat ist über drei Kilometer lang, teilweise extrem ausgesetzt und bietet eine einzigartige Aussicht auf die höchsten Gipfel der Schweizer Alpen.

Vor allem seine exponierten Grate und hochalpinen Flanken verlangen sichere Verhältnisse, Erfahrung und eine sorgfältige Einschätzung der objektiven Gefahren. Zum konkreten Unfallhergang liegen bislang keine weiteren Angaben vor.