Notruf aus vereistem Gelände@(zwischenHeadlineTag)>
Der Solo-Bergsteiger war gegen 5 Uhr morgens zur Tour gestartet. Nach eigenen Angaben hatte er nicht vor, den Gipfel zwingend erreichen zu wollen. Stattdessen plante er, abhängig von den Verhältnissen so weit wie möglich aufzusteigen und anschließend umzukehren. Auf etwa 1950 Metern Höhe geriet er jedoch in stark vereistes Gelände. Trotz Steigeisen und Pickel war ein Weiterkommen ebenso wenig möglich wie ein sicherer Abstieg.
Um 9.34 Uhr setzte der Mann einen Notruf ab, in dessen Folge eine Rettungsaktion eingeleitet wurde. Der Polizeihubschrauber "Libelle Tirol" flog den Einsatzort an und rettete den unverletzten 45-Jährigen mittels Taubergung. Es wurde seitens der Polizei nicht bekannt gegeben, welchen Anstieg (Stopselzieher, Gatterl) der Bergsteiger gewählt hatte.
Tödliches Lawinenunglück im Stopselzieher-Klettersteig@(zwischenHeadlineTag)>
Erst vor einer Woche war ein 19-Jähriger im Stopselzieher-Klettersteig unterhalb der Zugspitze tödlich verunglückt. Ein kleines Schneebrett hatte sich über ihm gelöst und den zu diesem Zeitpunkt ungesicherten Mann in die Tiefe gerissen und verschüttete ihn. Sein Begleiter hatte überlebt, da er am Stahlseil eingehängt war.
Weshalb die Zugspitze im Winter für die meisten keine gute Idee ist@(zwischenHeadlineTag)>
Durch die winterlichen Verhältnisse ist der Anstieg auf die Zugspitze selbst für erfahrene Bergsteiger derzeit nicht ohne Risiko. Deshalb solltet ihr mit eurem Vorhaben auf den nächsten Bergsommer warten:
Vereiste Passagen: Aufstiegsrouten sind stark vereist; ein Ausrutschen hätte oft tödliche Folgen.
Lawinengefahr: Wechselhafte Temperaturen erhöhen die Lawinengefahr erheblich.
Kurze Tage und Dunkelheit: Frühe Starts und lange Abstiege erfolgen häufig bei Dunkelheit, dadurch ist Orientierung und Geländebeurteilung erschwert.
Wetter: Wetterumschwünge, Sturm und Whiteout sind im Winter keine Seltenheit.
Hoher alpiner Anspruch: Auch vermeintlich "leichtere" Routen sind im Winter hochalpin und technisch anspruchsvoll.
Alleingänge besonders gefährlich: Fehler oder Blockaden lassen sich allein kaum ausgleichen.
Winterbegehungen sind nur dann sinnvoll, wenn man bereits über umfangreiche Winterbergsteigen- und Hochtourenerfahrung verfügt, den Umgang mit Steigeisen und Pickel sicher beherrscht, fundiertes Lawinenwissen hat und winterliches Gelände gut einschätzen kann und eine sehr gute Kondition mitbringt. Absolute Voraussetzung ist die Fähigkeit, rechtzeitig umzukehren, wenn die Verhältnisse oder die eigene Tagesform nicht passen.

6 Kommentare
Kommentar schreibenWeiß man, an welcher Route er sich versucht hat? Ich hatte am selben Tag die Reintalroute überlegt und mich dagegen entschieden.
@Matthias: Schreiben wir jetzt bei jedem Rettungsvorfall dinge wie: Er soll bezahlen, wie verantwortungslos, was eine Attitude? An sich ist diese Einstellung doch erstmal völlig richtig und gesund zu sagen man schaut wie weit man kommt und wenn nicht weiter dann wird umgedreht. Nirgendwo Stand das er es auch auf eine mögliche Rettung abgesehen hat. Versteigen und festsetzten ist auch schon sehr versierten Alpinisten passiert. Da gab es die letzten Wochen schon "dümmere" bzw. unnötigere Rettungseinsätze. Aber ja aktuell muss man ja immer alles und jeden gleich als dumm betiteln. (Keyboardwarrrior) Oder warst du dabei?
@Matthias: Die Bergwacht stellt IMMER eine Rechnung. Wenn man nicht versichert ist (Bsp. DAV) dann muss man den Einsatz selbst zahlen.
Oder wie Andy84 sagen würde: "Wirklich schwierig ist hier nichts"
Sorry, ich würde ihn den Einsatz gnadenlos bezahlen lassen. Denn was ist das bitte für eine Attitude?
Ich lauf mal los, wenn es nicht geht, drehe ich um und wenn das nicht geht, dann rettet mich ja schon die Bergwacht.
Tour ohne Gipfelziel geplant und wollte umkehren, um dann blockiert nicht umkehren zu können?
Da wurden doch wieder alle Alarmzeichen übergangen. Grad als Einzelgänger fatal.