Moro sieht sein Herz nach Infarkt künftig wieder voll belastbar.@(zwischenHeadlineTag)>
Moro verbrachte die Weihnachtszeit in Italien im Krankenhaus. Der 57-Jährige hatte im Dezember am Mera Peak in Nepal während der Vorbereitung auf eine Winterbesteigung des Manaslu einen Herzinfarkt erlitten. Als Ursache sieht Moro Dehydrierung, die in 5.000 Metern Höhe zu einer Blutverdickung und zu dem Infarkt geführt habe. Zu wenig getrunken zu haben bezeichnet er als "unverzeihlichen" Fehler.
Moros Team versuchte, eine Helikopter-Rettung für den Bergsteiger zu organisieren. Dies scheiterte zunächst aufgrund schlechter Wetterbedingungen, weswegen Moro 24 Stunden mit großen Schmerzen und ohne medizinische Hilfe auskommen musste.
Nachdem Moro nach Kathmandu ins Krankenhaus gebracht worden war, wurde operativ eine Herzkranzarterie gereinigt, die vollständig blockiert war. Nach Untersuchungen zunächst in Nepal und später in Italien, ist Moro überzeugt, dass sein Herz keinen größeren Schaden genommen habe, künftig sei es – auch für Expeditionen in große Höhen sowie einen erneuten Winterversuch am Manaslu – wieder voll belastbar.
Moro plant Helikopter-Rettung in Pakistan und Patagonien@(zwischenHeadlineTag)>
Die dramatischen Umstände seiner eigenen Rettung dürften Moro dazu bewegt haben, ein bereits seit einiger Zeit bestehendes, ambitioniertes Projekt voran zu treiben. Der Italiener ist selbst Helikopterpilot, auf Rettungseinsätze in großer Höhe spezialisiert, und möchte einen privaten Helikopter-Rettungsdienstes in Pakistan aufbauen.
Gemeinsam mit dem renommierten pakistanischen Piloten Rashid Ullah, der 2005 an der legendären Rettung von Tomaz Humar am Nanga Parbat beteiligt war, hat Moro einem Bericht der spanischen Tageszeitung "El Pais" zu Folge bereits zwei Helikopter erworben. Derzeit wartet das Projekt noch auf die endgültige Genehmigung der pakistanischen Behörden. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Hubschrauber im Sommer einsatzbereit sein.
Ein vergleichbares Angebot im Karakorum wäre ein Novum. Bislang dürfen dort ausschließlich Militärhubschrauber operieren. Rettungsflüge sind streng reglementiert, erfolgen oft verspätet und nur nach Genehmigung durch die Behörden. Eine mit den Alpen vergleichbare, flächendeckend organisierte Bergrettung gibt es dort bislang nicht.
Langfristig denkt Moro weiter. Auch in Patagonien, rund um Fitz Roy und Cerro Torre, existiert bislang kein professioneller Luftrettungsdienst. Zusammen mit einem argentinischen Partner plant er eine Basis in El Calafate, von der aus ab 2027 Rettungskräfte starten können sollen. Sollten die Projekte realisiert werden, wäre dies ein enormer Beitrag für die alpine Sicherheit in zwei der wildesten Bergregionen der Erde.



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Kommentar schreibenDas karakorum hat es nötig. Ich hoffe, dass er das genehmigt bekommt, das könnte zukünftig einige leben retten, vor allem das der Sherpas, die das zum Überleben machen und nicht zu ihrem privaten Vergnügen, es könnte auch den Bergtourismus neu beleben, weil sich dann vielleicht auch Hasenfüße in anbetracht der Rettungsmöglichkeiten auf die Berge trauen. Aber die Hauptsache ist, daß mehr Menschen schnell gerettet werden können. Denn Zeit ist ein Hauptfaktor beim Überleben.