Mount Everest ohne Flaschensauerstoff: Rettung von Solo-Bergsteiger
Für den litauischen Höhenbergsteiger Saulius Damulevicius endete der Versuch am Mount Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff mit einem Rettungseinsatz. Der Alpinist hatte den Gipfelanstieg am 27. Mai begonnen, kehrte jedoch auf rund 8400 Metern Höhe um und trat den Abstieg an.
Damulevicius hatte auf Sherpa-Begleitung verzichtet und erreichte zunächst noch selbstständig Lager 4. Während des Abstiegs verschlechterte sich sein Gesundheitszustand jedoch zunehmend. Via Satelliten-Kommunikationsgerät (InReach) informierte er sein Team über die Beschwerden, woraufhin eine Rettungsaktion eingeleitet wurde.
Nach Angaben des Portals explorersweb.com gelang dem Litauer noch aus eigener Kraft der Abstieg bis Lager 3. Dort traf er auf zwei Sherpas, die seine Expeditionsagentur aus Lager 2 zu ihm hinaufgeschickt hatte. Gemeinsam setzten sie den Abstieg fort und erreichten sicher Lager 2.
Unterschiedliche Berichte zur Rettung
Von dort wurde Damulevicius am folgenden Morgen per Helikopter ausgeflogen und nach Kathmandu gebracht, wo er sich medizinischen Untersuchungen unterzog. Über die genaue Ursache seiner Beschwerden ist derzeit noch nichts öffentlich bekannt. Für Aufmerksamkeit hatten zwischenzeitlich Berichte in sozialen Medien gesorgt, die den Eindruck erweckt hatten, der Bergsteiger sei am Berg sich selbst überlassen worden.
Nach Angaben von Beteiligten entsprach dies jedoch nicht den tatsächlichen Abläufen. Zwar sei Damulevicius weitgehend eigenständig aufgestiegen, habe jedoch nach Bekanntwerden seiner gesundheitlichen Probleme Unterstützung beim weiteren Abstieg erhalten.
Mit der Rückkehr der letzten Gipfelaspiranten nähert sich die diesjährige Frühjahrssaison am Everest langsam ihrem Ende. Die Hochlager werden bereits abgebaut, und auch die Route durch den Khumbu-Eisbruch soll in den kommenden Tagen geschlossen werden.



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