19-Jähriger stürzt am Fuderheuberg 200 Meter in den Tod
Mit einem Großaufgebot haben Bergwacht und Polizei am Freitag einen vermissten 19-Jährigen aus Bayreuth im Bereich des Fuderheubergs im Berchtesgadener Land gesucht. Trotz eines umfangreichen Einsatzes mit Hubschraubern, Drohnen und Suchhunden konnten die Einsatzkräfte den jungen Mann am späten Nachmittag nur noch tot bergen. Der 19-Jährige war am Freitag gegen 9.30 Uhr von besorgten Arbeitskollegen als vermisst gemeldet worden, nachdem er nicht zur Arbeit erschienen war.
Da sie den Behörden seinen mutmaßlich letzten Aufenthaltsort nennen konnten, konzentrierte sich die Suche auf den Fuderheuberg und den Bereich des Vorderstaufens nördlich der Pidinger Hütte. Nach Angaben der Polizei dürfte der junge Mann bereits am späten Donnerstagabend rund 200 Meter durch eine steile Rinne abgestürzt sein. Dabei erlitt er tödliche Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle.
An der fast zehnstündigen Suchaktion beteiligten sich insgesamt mehr als 50 Einsatzkräfte von Bergwacht sowie Landes- und Bundespolizei. Im Einsatz standen 30 ehrenamtliche Bergretter der Bergwachten Bad Reichenhall, Freilassing, Ruhpolding, Teisendorf-Anger und Traunstein, darunter die Lawinenhundestaffel Chiemgau sowie die Technikgruppe der Bergwacht mit einer Wärmebilddrohne.
Unterstützt wurden sie vom Rettungshubschrauber Christoph 14 aus Traunstein, zwei Polizeihubschraubern, drei Drohnen von Bergwacht, Grenzpolizei und Bundespolizei sowie drei Suchhunden. Nachdem der Vermisste auf der Nordseite des Fuderheubergs gefunden worden war, barg ihn ein Polizeihubschrauber. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang führt die Alpine Einsatzgruppe der Grenzpolizeiinspektion Piding.
Fuderheuberg – aussichtsreicher Gipfel mit alpinen Passagen
Der Fuderheuberg (1350 m) liegt oberhalb von Piding am Rand der Berchtesgadener Alpen und zählt zu den beliebten Aussichtsgipfeln der Region. Die häufig begangene Route führt über Forstwege und steilere Bergpfade zum Gipfel und gilt grundsätzlich als mittelschwere Bergwanderung. Im Gipfelbereich sowie an einzelnen Abstiegsvarianten finden sich jedoch steile, felsdurchsetzte Hänge und Rinnen, in denen ein Ausrutscher schwerwiegende Folgen haben kann. Besonders bei Dunkelheit, Nässe oder schlechter Sicht steigt das Risiko deutlich. Eine sorgfältige Tourenplanung mit ausreichend Zeitreserve ist daher ebenso wichtig wie die Wahl einer sicheren Abstiegsroute.

