Oberstdorf: 29-Jähriger geht im Gaisalpsee unter und stirbt
Ein junger Mann aus München ist in einem Bergsee im Allgäu untergegangen und gestorben. Wie die Polizei mitteilte, wollte der 29-Jährige den für sein Alpenpanorama bekannten Unteren Gaisalpsee bei Oberstdorf (Landkreis Oberallgäu) gemeinsam mit einem Bekannten durchschwimmen. Aus zunächst unklarer Ursache ging der Mann dabei unter und tauchte nicht wieder auf.
Seine Begleiter am Ufer hätten das gesehen und sofort den Notruf gewählt, teilte die Polizei mit. Rettungskräfte von Bergwacht, Wasserwacht und Polizei hätten den Mann daraufhin auch per Hubschrauber gesucht. Letztlich hätten Taucher der Wasserwacht den 29-Jährigen leblos aus dem Wasser geholt.
Der Gaisalpsee: Bekanntes Wander- und Fotoziel im Allgäu
Der Untere Gaisalpsee zählt zu den schönsten Bergseen im Allgäu. Er liegt auf rund 1500 Metern Höhe oberhalb von Oberstdorf. Der Zustieg erfolgt von Reichenbach über die Gaisalpe auf einem gut ausgebauten, stellenweise jedoch steilen Bergweg. Besonders an warmen Sommertagen ist das Tourenziel beliebt – sowohl bei Wanderern als auch bei Badegästen.
Das Wasser des Bergsees bleibt selbst im Hochsommer kühl und erreicht oft nur Temperaturen um 15 bis 18 Grad. Die Kombination aus kaltem Wasser, großer Wassertiefe und rasch wechselnden Wetterbedingungen kann das Schwimmen anspruchsvoll machen. Deshalb sollte ein Bad nur mit der nötigen Vorsicht und einer realistischen Selbsteinschätzung erfolgen. Wer weiter aufsteigt, erreicht oberhalb des Unteren auch den Oberen Gaisalpsee sowie Übergänge ins Nebelhorngebiet.

