Kaufberatung Outdoor-Schuhe

Trekking-Sandalen: Darauf müsst ihr beim Kauf achten

Sie haben vor etwa 30 Jahren den Markt der Outdoor-Sommerschuhe revolutioniert. Heute sind Trekking-Sandalen salonfähig geworden und werden zu allen möglichen (und unmöglichen) Gelegenheiten angezogen. Einige Punkte sollte man vor dem Kauf allerdings bedenken.

Trekking-Sandalen: Darauf müsst ihr beim Kauf achten
© Keen

Trekking-Sandalen: Worauf sollte man beim Kauf achten?

Wenn die Temperaturen steigen und die Wege trocken sind, greifen viele Bergsportler zu leichten, luftigen Alternativen zu klassischen Wanderschuhen. Trekking-Sandalen versprechen Komfort, Atmungsaktivität und geringes Gewicht – doch wie schlagen sie sich wirklich im alpinen Kontext? Und worauf sollte man beim Kauf achten?

Vorteile von Trekking-Sandalen

Trekking-Sandalen sind deutlich leichter als Wanderschuhe und bieten eine hervorragende Belüftung. Gerade bei sommerlichen Temperaturen beugen sie Überhitzung und Schweißbildung vor – ein klarer Vorteil bei langen Zustiegen oder einfachen Talwanderungen.

Viele Modelle bestehen aus schnell trocknenden Materialien. Das macht sie ideal für Touren mit Flussdurchquerungen, Regen oder als Camp-Schuh nach langen Etappen. Auch im Kanu oder Kajak sind sie ideal.

Ob als Reiseschuh, für einfache Wanderungen oder zur Erholung nach einer langen Tour – Trekking-Sandalen sind flexibel einsetzbar und lassen sich platzsparend im Rucksack verstauen.

Nachteile und Grenzen im Gelände

Im Gegensatz zu geschlossenen Wanderschuhen fehlt es Trekking-Sandalen allerdings oft an Halt und Schutz – insbesondere im Zehenbereich. Auch fehlt es den Sohlen an Profil und Profil-Tiefe. Bei losem Geröll, Wurzelwerk oder felsigem Untergrund steigt das Verletzungsrisiko deutlich, hier ist man mit einem klassischen Wander- oder Bergschuh besser bedient und geschützt. 

Offene Bauweise und flexible Riemen können auf anspruchsvollerem Gelände zu mangelnder Seitenstabilität führen. Das wirkt sich negativ auf Trittsicherheit und Präzision aus – vor allem bei Querungen, Abstiegen oder nassem Untergrund.

Je nach Passform und Riemenführung kann es bei längeren Einsätzen zu Reibungspunkten kommen. Das kann bei längerem Einsatz zu Blasen führen.

Darauf müsst ihr beim Kauf von Trekking-Sandalen achten

Trekking-Sandalen: Das solltet ihr wissen

Trekking-Sandalen sind kein Ersatz für feste Bergschuhe, aber sie können eine sinnvolle Ergänzung sein – besonders bei sommerlichen Bedingungen, einfachen Wanderwegen oder als Zweitschuh im Rucksack. 

Wer sich für ein Modell entscheidet, sollte großen Wert auf Profil, Halt, Schutz und Passform legen. Denn auch bei Sandalen gilt: Der Schuh muss zum Gelände und zur geplanten Tour passen.

Text von Thomas Harrer

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