Wegen zu großer Gefahr: Birgkarsteig inzwischen aufgeben@(zwischenHeadlineTag)>
Der Weg durch das Birgkar von der Erichhütte am Dientner Sattel hinauf zum Matrashaus am Gipfel des Hochkönigs ist steil und schottrig. In dem Steig herrscht erhöhte Steinschlag- und Absturzgefahr. Immer wieder kam und kommt es hier zu teils tödlichen Unfällen und Rettungsaktionen. Vor kurzem hat die betreuende Sektion die Pflege des Steigs durch das Birgkar auf den obersten 300 Höhenmetern oberhalb des Notausstieges des Königsjodler Klettersteiges aufgegeben.
Den Informationen auf der Webseite des Matrashaus zu Folge, wurden vorhandene Trittbügel entfernt und Markierungen verblassen. Gesperrt wurde der Steig nicht, er ist nun freies alpines Gelände, die Route kann weiter in Eigenverantwortung begangen werden.
Hierzu gehört sehr gute Kondition, alpine Erfahrung, absolute Trittsicherheit, Schwindelfreiheit sowie die passende Ausrüstung. Diese Voraussetzungen erfüllte eine Wandergruppe aus Litauen offensichtlich nicht, die in der Nacht von Sonntag auf Montag (30. Juni 2025) aus dem Birgkar gerrettet werden musste.
Sechs schlecht ausgerüstete Bergwanderer aus dem Birgkar gererettet@(zwischenHeadlineTag)>
Der Einsatz begann am späten Sonntagabend: Um 22:08 Uhr ging ein Notruf bei der Bergrettung Mühlbach ein. Die Gruppe mit sechs Personen saß im Bereich unterhalb des Kematsteins (2180 m) an einem steilen Schneefeld im Birgkar fest – den Angaben einer Pressemeldung der Bergrettung Salzburg zufolge überfordert, schlecht ausgerüstet und körperlich am Limit.
"Sie hatten eine Rundtour geplant", berichtet Ortsstellenleiter Wolfgang Haggenmüller, "denn sie wollten vom Arthurhaus über die Mitterfeldalm zum Matrashaus und zurück über das Birgkar wandern, diese Wandertour sei in einem Wanderführer so beschrieben worden."
"Eigentlich sind sie trotz schlechter Ausrüstung eh sehr weit gekommen"@(zwischenHeadlineTag)>
Acht Bergretter und Bergretterinnen aus Mühlbach stiegen zu den Personen auf und seilten sie über das steile Schneefeld einzeln ab: "Wir konnten ihnen auch keine Steigeisen anlegen, da sie nur mit Turnschuhen unterwegs waren. Eigentlich sind sie trotz schlechter Ausrüstung eh sehr weit gekommen."
Eine Frau litt unter einer Knieverletzung und kämpfte sich trotzdem mit Unterstützung und Begleitung der Bergretter selbst ins Tal. Der Einsatz dauerte allerdings bis in die frühen Morgenstunden: "Wir haben sie anschließend noch zum Arthurhaus zu ihrem Auto zurück gebracht."
Die Bergrettung Mühlbach hatte bereits vergangene Woche einen Einsatz im Birgkar, Bergsteiger gerieten fast an der selben Stelle in Bergnot. Haggenmüller weist deshalb einmal mehr darauf hin, "dass im Birgkar starker Steinschlag herrscht. Wir raten generell vor Abstiegen im Birgkar ab, denn zumeist herrscht nicht nur starker Steinschlag, sondern auch andere Gefahren durch steile Schneefelder oder lockeres Gestein, wo abrutschen oder stolpern lebensgefährlich werden kann."





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