Zwei Alpinisten an der Dent Blanche tödlich abgestürzt@(zwischenHeadlineTag)>
Die insgesamt fünfköpfige Gruppe befand sich gegen 10:30 Uhr im Abstieg von der 4357 Meter hohen Dent Blanche, als es zu dem tödlichen Unglück kam. Auf etwa 4200 Metern verloren zwei Personen, eine Frau und ein Mann, aus ungeklärter Ursache den Halt und stürzten infolge die Westflanke des Berges hinab.
Da die Bergsteiger auf dem Grat nicht am Seil gesichert waren, wurden die drei verbliebenen Gruppenmitglieder nicht mitgerissen. Sie setzten nach dem Absturz ihrer Kameraden umgehend den Notruf ab. Daraufhin begaben sich die Einsatzkräfte der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation KWRO144 mit zwei Helikoptern der Air-Glaciers zum Unfallort.
Suche nach zweitem Alpinist dauert an @(zwischenHeadlineTag)>
Das erste Opfer, eine 46 Jahre alte Österreicherin, konnte zügig lokalisiert und geborgen werden. Dabei konnten die Rettungskräfte jedoch nur mehr den Tod der Alpinistin feststellen. Die Suche nach dem zweiten Alpinist verlief hingegen erfolglos. Der 46 Jahre alte Österreicher konnte laut Polizei "trotz umfangreicher Suchmassnahmen nicht gefunden werden."
Laut Polizeibericht erschwerten Wetterbedingungen und Beschaffenheit der äußerst steilen und zerklüfteten Westflanke die Suche erheblich. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung zu dem Unfall eingeleitet.
Über die Dent Blanche in den Walliser Alpen @(zwischenHeadlineTag)>
Der Normalweg (Wandfluegrat) auf die 4357 Meter hohe Dent Blanche ist eine anspruchsvolle, hochalpine Route (ZS, III+). Trotz der häufigen Begehungen ist der Weg über den felsigen Südgrat keineswegs "geschenkt". Das Gestein ist zwar gut abgeklettert und die schwierigen Stellen sind allesamt mit Bohrhaken ausgestattet. Dennoch sollte die teils stark exponierte Route nicht unterschätzt werden.
Insgesamt ist der Berg mit drei im Umkreis liegenden Hütten (Dent Blanche, Grand Mountet, Schönbiel) sowie dem Biwak "Col de la Dent Blanche" gut erschlossen. Alle (langen und schwierigen) Anstiege zählen zu den Grat-Klassikern der Westalpen. Berüchtigt ist der isoliert stehende Gipfel für plötzliche Wetterumschwünge. Spät starten ist deshalb keine Option.
